Rott, Hans
Quellen und Forschungen zur südwestdeutschen und schweizerischen Kunstgeschichte im XV. und XVI. Jahrhundert (Band 2): Alt-Schwaben und die Reichsstädte — Stuttgart, 1934

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parteysch seyen".1 — 1521. „Jörg Seurlin, zunftmaister, ist uff den aid, dessen
halb er, wie sich gepurt, geschworen, des rats erlaßen."2

1523. Ratsentscheid in einem Streit der Ratsherren Hans Ruf und Hans Rott, „als
von uns verordnet pfleger unsers mitburgers Georgen Seyrlins", wegen eines Zins-
anspruchs der Dorothea Schermayer, Witwe des Hans Lay, „außer und ab gedachts
Georgen Seurlins haus und hofraitin . . . bey dem büchsenstadel, zwischen Hans
Zwickers und Wolfen Schaupen heusern gelegen und hindan an des gotzhaus
Elchingen garten stoßende".3

JÖRG STEIN (1455 bis f 1491).

1455—85. „Jörg Stainlin, bildhower", oder „Jörg Stain, bildhower", in den ver-
lorenen Steuerbüchern dieser Jahre.4 — 1467—69. „Item wir pfleger, mit namen
Mang Kraft, Conrat Bitterlin, Thoman Wirttemberg syen überkomen mit maister
Jörgen, bildhower, von der bild wegen zuo machen III großun bild und zehen klainen
bild, und geben im XXXII fl darvon zuo machen; das geschach uff dornstag vor
Magdalene im LXVII jar. — Item und ist bezalt worden uff fritag nauch Jacobi
in LXVilli jar."5 — 1471. „Item III ß IUI hl maister Jörgen zerung gen Ochsen-
husen ... im LXXI jar."6 — 1473. „Ich Anna Schmidin . . ., burgerin zu Ulme,
vergich offenlich . . ., das ich mit gutem willen . . . ain solichs Ordnung . . . ge-
tan . . ., das der guldin zins, so mir bisher ußer Jörigen Stain, des bildhowers huse
und hofraitin hie zu Ulme in Köllins gaßen, zwischen Hansen Schmids und Hansen
Herdeges, den man nennet Mulles, husern gelegen, jarlich gangen ist und noch gat,
unser lieben frowen pfarrkirchen buwe hie zu Ulme werden und volgen solte."7
1484. „Item in dem jar, als man zall von der gepurt Christi tusent vierhundert
achtzig und vier jor, under abt Jörgen, ist gemacht worden die tafel uff dem fron
altar von maister Jörgen, stainhower (!) ze Ulm, um dritthalb hundert guldin.
Daran sind geben IIC guldin von Melchior von Horckam (—Horkheim), die er
sinem sun, her Anshelm, aim convents herren ze Lorch, für sin erbtail und für all
ansprach . . . ußgemacht und zu geordnet hat nach sinem tod. Das überig git ain
apt ze Lorch, und ist dem maister zu der bestimpten summ der dritthalb hundert
guldin, die man im sol geben nach den zilen und jarn, an win oder an gelt III fuder
wins, die zu den selben ziten um XXX guldin geschetzt sind worden, gegeben und
geschenckt worden."8

1. Ib., 6 (1517—20), fol. 180, z. 28. Juni 1518.

2. Ib., 7 (1520—24), fol. 131, z. 23. Juli 1521.

3. Stadtarch., Urk., z. 7. Dez. 1523. — Die Schreiner Hans (1497—99), Ludwig (1515—24)
u. Maltheus (1491—99) Sürlin sind wohl Brüder des Jüngern Jörg Sürlin.

4. Neubronners Auszüge der Jahre 1455, 14601, 1466f., 1473 u. 1485, A. 130, fol. 216. C. Jäger,
Ulms Verfassung, p. 580.

5. A. 180, Rechnungen der Pfarrkirchen (Münster)-Pflege („gefunden gelt u. bestellung"),
1456—1518, fol. 10, z. 16. Juli 1467 u. 28. Juli 1469.

6. Ib., 1456—1518, z. 1471.

7. Sladtarch., Urk., z. 19. Mai 1473. Bazing-Veesenmeyer, 1. c, 114, nr. 254.

8. Stuttgart, Staatsarch., Diplomatar 175, sog. Roles Buch des Klosters Lorch, fol. 153, z. 1484. —
Der Abschreiber hat sich hier offensichtlich verschrieben für: „maister Jörgen Stain, bildhower
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