VI
Schicht — die der Schluß - Redaktion —) der Wahrheit
über die Entstehung der Tosephta-Traktate auf die Spur ge-
kommen zu sein. — In dem Abschnitte „Die literarische
Komposition des Tosephtatraktates Pesachim“ wurde der Ver-
such unternommen, im Einzelnen ein Bild von der Arbeit
der drei Redaktionen zu geben. Betont muß dabei werden,
daß nur diese Arbeit der Gegenstand der Forschung sein
konnte, nicht etwa das wirkliche Alter dieses oder jenes Aus-
spruches, so daß z. B. die dritte Redaktion viel Material dem
Codex einverleibt hat, das an sich älter ist als die zweite, ja
erste Redaktionsschicht. Daß die Verteilung des Stoffes auf
die drei Stufen für uns heute noch eine der schwierigsten
Aufgaben ist, ist bei der Lage der Dinge klar, trotzdem wurde
sie von dem Verfasser nach gewissenhafter Prüfung nicht nur
des einzelnen Paragraphen und seiner Form, sondern auch
des ganzen Zusammenhanges, in dem er steht, versucht. Et
errando discimus! Von der Begründung der einzelnen Schritte
in diesem Kapitel mußte Abstand genommen werden, um
den gegebenen Rahmen — bei aller Kürze, die sich der Ver-
fasser überall auferlegte — nicht noch mehr zu überschreiten.
Einige Tabellen geben allenfalls in Frage kommende Ueber-
sichten, sowie auch verschiedenes Rohmaterial zu dem Ab-
schnitte über die literarische Komposition.
Die Tosephta verdankt das Interesse, das ihr zugewandt
wird, im wesentlichen der Mischna. Die Ausgabe des vor-
liegenden Traktates mußte daher möglichst parallel zu einer
der bestehenden Ausgaben von Mischna-Pesachim hergestellt
werden. Nun besitzt die Beer’sche Edition die außerordentlich
praktische Einteilung der einzelnen Mischnajoth in kleinere
Unterabschnitte. Die Zerlegung in solche kleine Teile ist
aber bei einem Vergleich der beiden Traditionsströme un-
Schicht — die der Schluß - Redaktion —) der Wahrheit
über die Entstehung der Tosephta-Traktate auf die Spur ge-
kommen zu sein. — In dem Abschnitte „Die literarische
Komposition des Tosephtatraktates Pesachim“ wurde der Ver-
such unternommen, im Einzelnen ein Bild von der Arbeit
der drei Redaktionen zu geben. Betont muß dabei werden,
daß nur diese Arbeit der Gegenstand der Forschung sein
konnte, nicht etwa das wirkliche Alter dieses oder jenes Aus-
spruches, so daß z. B. die dritte Redaktion viel Material dem
Codex einverleibt hat, das an sich älter ist als die zweite, ja
erste Redaktionsschicht. Daß die Verteilung des Stoffes auf
die drei Stufen für uns heute noch eine der schwierigsten
Aufgaben ist, ist bei der Lage der Dinge klar, trotzdem wurde
sie von dem Verfasser nach gewissenhafter Prüfung nicht nur
des einzelnen Paragraphen und seiner Form, sondern auch
des ganzen Zusammenhanges, in dem er steht, versucht. Et
errando discimus! Von der Begründung der einzelnen Schritte
in diesem Kapitel mußte Abstand genommen werden, um
den gegebenen Rahmen — bei aller Kürze, die sich der Ver-
fasser überall auferlegte — nicht noch mehr zu überschreiten.
Einige Tabellen geben allenfalls in Frage kommende Ueber-
sichten, sowie auch verschiedenes Rohmaterial zu dem Ab-
schnitte über die literarische Komposition.
Die Tosephta verdankt das Interesse, das ihr zugewandt
wird, im wesentlichen der Mischna. Die Ausgabe des vor-
liegenden Traktates mußte daher möglichst parallel zu einer
der bestehenden Ausgaben von Mischna-Pesachim hergestellt
werden. Nun besitzt die Beer’sche Edition die außerordentlich
praktische Einteilung der einzelnen Mischnajoth in kleinere
Unterabschnitte. Die Zerlegung in solche kleine Teile ist
aber bei einem Vergleich der beiden Traditionsströme un-



