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XI

Historisch»kritischeEinführung
in den
Tosephtatraktat Pesachim
I. Stellung des Traktates innerhalb derTosephta
und seine Bezeichnung
Pesachim bildet in der Tosephta, gerade wie in der
Mischna, den dritten Traktat des zweiten Sedher. Wie denn
überhaupt in den meisten Handschriften und Drucken eben
dieser Sedher dieselbe Reihenfolge hinsichtlich der Anord-
nung seiner zwölf Traktate aufweist wie die Mischna1) des
Maimonides (12. Jahrhundert)2). Nur Alphasi (gest. 1003)
ordnet die Traktate anders, hat jedoch hintereinander, wie
übrigens auch alle Mischnacodices: Schabbath, Erubhin, Pe-
sachim. Bei Alphasi ist Anordnungsprinzip nicht die Länge
der einzelnen Traktate (wie in der Mischna) sondern deutlich
eine innere sachliche Erwägung: die einzelnen Festtraktate
sind chronologisch geordnet, die nötigen Ergänzungstraktate
an ihrer Stelle nachgesetzt und f~~ZZD'hpW. das nur
in indirekter Beziehung zu dem Inhalt des ganzen Sedhers

0 Zuckermandel G. A. II. 70.
2) cf. hierzu Strack Einl. S. 26 ff.
 
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