Tabula Smaragdina.
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folgt. Ob auch bei den zwei Pariser Handschriften, die den Tafeltext
vermissen lassen (s. o. S. 128) der gleiche Grund vorliegt, müßte noch
festgestellt werden.
Die Vergleichung der ersten Blätter der Handschrift mit den Texten
von G und L zeigt, daß die Hs. von Uppsala nicht nur von den Zu-
sätzen von L frei ist, sondern oft auch G an Korrektheit übertrifft. Das
war bei dem hohen Alter des Textes zu erwarten und legt einem künftigen
Herausgeber des Buches die Pflicht auf, beiden Texten, soweit sie ein-
ander parallel gehen, die gleiche Aufmerksamkeit zu schenken, insbe-
sondere aber alle größeren Abweichungen im Texte gründlich zu prüfen.
Die größte Schwierigkeit wird die Entwirrung der dem literarisch nicht
faßbaren Sägijüs zugeschriebenen Abschnitte bereiten; doch muß auch
diese Aufgabe einmal gelöst werden, wenn die Geschichte des alten und
inhaltreichen Buches geklärt werden soll.
VIII. Rückblick und allgemeine Ergebnisse,
Das Dunkel, das bisher über den Ursprung der Tabula Smaragdina
gebreitet war, ist jetzt gelichtet. Ihr Text bildet den Schluß einer kos-
mologischen Schrift, die schon der Vater der arabischen Alchemie,
Gäbir ibn Hajjän, in Händen gehabt hat. Im Rückblick auf die erst
nach langen Irrfahrten gefundene Lösung kommt mir jene Wüstenreise
C. Μ. Kaufmanns in den Sinn, die ihm nach ergebnislosen Kreuz- und
Querzügen, als alle Hoffnung geschwunden war, fast vor den Toren
Alexandriens die Entdeckung der Stadt und des Tempels des heiligen
Menas bescherte. War es in unserm Falle auch nicht ein christlicher
Wundermann, dessen Heiligtum wiederentdeckt wurde, so sind wir doch
dem größten heidnischen Thaumaturgen Apollonios und den Quellen
seines übermenschlichen Wissens näher gekommen. So mag eine Rück-
schau auf den durchmessenen Weg dem Leser wohl willkommen sein. Nur
wollen wir, nachdem das Ziel erreicht ist, nicht mehr ängstlich auf die
Wegspuren blicken. Wie der Reisende, der ein unbekanntes Gebiet durch-
quert, nach allen Seiten Umschau hält und dadurch Erkenntnisse gewinnt,
die weit über das hinausreichen, was die nächste Umgebung bietet, so
wird, wer literarische Einzeluntersuchungen unternimmt, erst dann mit
seiner Arbeit zufrieden sein können, wenn sie geeignet ist, auf ganze
Phasen der Geistesgeschichte Licht zu werfen. Ich hoffe, daß auch in
dieser Hinsicht die vorliegende Arbeit nicht umsonst gewesen sein wird.
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folgt. Ob auch bei den zwei Pariser Handschriften, die den Tafeltext
vermissen lassen (s. o. S. 128) der gleiche Grund vorliegt, müßte noch
festgestellt werden.
Die Vergleichung der ersten Blätter der Handschrift mit den Texten
von G und L zeigt, daß die Hs. von Uppsala nicht nur von den Zu-
sätzen von L frei ist, sondern oft auch G an Korrektheit übertrifft. Das
war bei dem hohen Alter des Textes zu erwarten und legt einem künftigen
Herausgeber des Buches die Pflicht auf, beiden Texten, soweit sie ein-
ander parallel gehen, die gleiche Aufmerksamkeit zu schenken, insbe-
sondere aber alle größeren Abweichungen im Texte gründlich zu prüfen.
Die größte Schwierigkeit wird die Entwirrung der dem literarisch nicht
faßbaren Sägijüs zugeschriebenen Abschnitte bereiten; doch muß auch
diese Aufgabe einmal gelöst werden, wenn die Geschichte des alten und
inhaltreichen Buches geklärt werden soll.
VIII. Rückblick und allgemeine Ergebnisse,
Das Dunkel, das bisher über den Ursprung der Tabula Smaragdina
gebreitet war, ist jetzt gelichtet. Ihr Text bildet den Schluß einer kos-
mologischen Schrift, die schon der Vater der arabischen Alchemie,
Gäbir ibn Hajjän, in Händen gehabt hat. Im Rückblick auf die erst
nach langen Irrfahrten gefundene Lösung kommt mir jene Wüstenreise
C. Μ. Kaufmanns in den Sinn, die ihm nach ergebnislosen Kreuz- und
Querzügen, als alle Hoffnung geschwunden war, fast vor den Toren
Alexandriens die Entdeckung der Stadt und des Tempels des heiligen
Menas bescherte. War es in unserm Falle auch nicht ein christlicher
Wundermann, dessen Heiligtum wiederentdeckt wurde, so sind wir doch
dem größten heidnischen Thaumaturgen Apollonios und den Quellen
seines übermenschlichen Wissens näher gekommen. So mag eine Rück-
schau auf den durchmessenen Weg dem Leser wohl willkommen sein. Nur
wollen wir, nachdem das Ziel erreicht ist, nicht mehr ängstlich auf die
Wegspuren blicken. Wie der Reisende, der ein unbekanntes Gebiet durch-
quert, nach allen Seiten Umschau hält und dadurch Erkenntnisse gewinnt,
die weit über das hinausreichen, was die nächste Umgebung bietet, so
wird, wer literarische Einzeluntersuchungen unternimmt, erst dann mit
seiner Arbeit zufrieden sein können, wenn sie geeignet ist, auf ganze
Phasen der Geistesgeschichte Licht zu werfen. Ich hoffe, daß auch in
dieser Hinsicht die vorliegende Arbeit nicht umsonst gewesen sein wird.
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