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Schauerte, Thomas; Dürer, Albrecht; Altdorfer, Albrecht; Dürer, Albrecht [Contr.]; Altdorfer, Albrecht [Contr.]; Maximilian [Honoree]
Die Ehrenpforte für Kaiser Maximilian I.: Dürer und Altdorfer im Dienst des Herrschers — München, Berlin: Deutscher Kunstverlag, 2001

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https://doi.org/10.11588/diglit.62901#0434

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428

Anhang

8. Nr. 48-62 (44 x 62 cm)
9. Nr. 63-72 (43 x 62 cm)
10. Nr. 73-82 (44 x 62 cm)
11. Nr. 83-87; Nr. 4028 (40 x 61 cm)
12. Nr. 11, 12, 12a (46 x 58 cm)
13. Nr. 21, 22 (38 x 38 cm)
14. Nr. 26-28 (38 x 38 cm)
13. Nr. 29, 30 (28 x 38 cm)
16. Nr. 31-33 (28 x 38 cm)
17. Nr. 34-36 (28 x 38 cm)
18. Nr. 37-39 (28 x 38 cm)
19. Nr. 41-43 (28 x 62 cm)
20. Nr. 43-47 (43 x 38 cm)
21. Nr. 13-15 (43 x 62 cm)
22. Nr. 23-25 (38 x 62 cm)
23. Nr. 88-100 (44 x 62 cm)
24. Nr. 101-114 (43 x 62 cm)
23. Nr. 113-123 (44 x 62 cm)
26. Nr. 124-127, Nr. 4429 (40 x 61 cm)
27. Nr. 16, 17 (46 x 33 cm)
28. Nr. 148-132 (43 x 44 cm)
29. Nr. 133-157 (41 x 44 cm)
30. Nr. 138-163 (41 x 44 cm)
31. Nr. 164-166 (40 x 44 cm)

Des weiteren sind auf den Rückseiten von 27 Druck-
stöcken30 tiefe Einschnitte zu sehen, die - nach ihrer un-
regelmäßigen und groben Führung zu schließen - of-
fenbar von Hand gesägt wurden. Sie gehen oftmals
durch die gesamte Stärke der Platten, d. h. sie erreichen
die Tiefungen der Vorderseite und lassen nur die Stege
unverletzt. Ihr Zweck scheint weniger darin bestanden
zu haben, die Druckstöcke nach dem letzten Druck un-
brauchbar zu machen, um somit weiterer Abnutzung
vorzubeugen, sondern sind vermutlich als wirksame -
wenn auch als sehr grobschlächtig erscheinende - Ver-

suche zu werten, einer Werfung der Stöcke31 oder einem
Reißen längs der Maserung vorzubeugen.32
Genauere Betrachtung verdient nun die von Meder
gemachte Angabe, der Druck der Ehrenpforte sei mit
insgesamt 192 Druckstöcken vonstatten gegangen33;
denn diese Zahl fand damals keine weitere Erläuterung,
wurde jedoch seither von sämtlichen Autoren über-
nommen. Es soll daher der kurze, wenngleich nicht un-
komplizierte Versuch unternommen werden, die Me-
dersche Angabe von genau dieser Anzahl der Druck-
stöcke nachzuvollziehen und zu überprüfen. Da die
Erstausgabe (1317/18) der Ehrenpforte bei Lebzeiten des
Kaisers im Mittelpunkt dieser Betrachtungen steht, soll
die zu ermittelnde Zahl alle zu diesem Druck erforder-
lichen - und damit auch die verlorenen - Druckplatten
nach Möglichkeit berücksichtigen. Die Anzahl der spä-
ter geschnittenen oder gestochenen Ersatzstöcke kann
hier folglich nicht einbezogen werden. Zum besseren
Verständnis ist stets die Schemazeichnung der Druck-
stöcke auf Abb. 29 heranzuziehen.
Ausgangspunkt ist zunächst die Anzahl der erhalte-
nen Stöcke in der Albertina, deren sich der Numerie-
rung zufolge 169 erhalten haben. Zuzüglich dem einen
Exemplar aus dem Museum für angewandte Kunst
ergibt sich also zunächst eine Zahl von 170 noch vor-
handenen Stöcken. Andererseits zählt von den beiden
letzten Stöcken mit Inschriften (Nr. 168 und 169) nur
letzterer mit einiger Wahrscheinlichkeit zur Erstaus-
gabe34. Auszusondern sind zudem die Stöcke Nr. 90
und 93, da die letzte Historienszene in der Erstausgabe
frei geblieben war, womit eine Ausgangsgröße von 167
Platten der verschiedensten Größen festzuhalten ist.
Verloren sind inzwischen die beiden eingerollten En-
den der Clavis, drei Historienszenen und ein Verstitel35,
das leere Breviculum an Stelle von Nr. 93, sechs Kaiser
der linken Zwölferfolge36, drei Glieder der Herrscher-

ner Kupferstichkabinett, das aus unterschiedlichen Ausga-
ben der Ehrenpforte zusammengestellt war. Sie sind für
jedes montierte Exemplar individuell und repräsentieren
daher Näherungswerte, die hier gerundet wurden. Die Zu-
sammenstellung erfolgte nach der Numerierung der in der
Albertina erhaltenen Druckstöcke (Abb. 3).
28 Stock mit linkem Fanfarenbläser (A 4).
29 Stock mit rechtem Fanfarenbläser (A 4).
30 Es sind dies die Nr. 2-6,11,16,17, 37, 42, 43, 45-47,54,58, 60,
62, 80, 81, 83, 85, 86,114,122,156 und 157.
31 Eine solche ist etwa an Nr. 38 deutlich zu beobachten.
32 Dennoch waren die Druckstöcke so endgültig unbrauchbar

gemacht, was den Liebhaberwert der damit unwiderruflich
letzten gedruckten Ausgabe von 1799 beträchtlich erhöht
haben dürfte.
Für Hinweise zu den Passlöchern und Einschnitten sei
Herrn Oberkustos Dr. Fritz Koreny von der Albertina ver-
bindlichst gedankt.
33 Meder 1932, S. 205. Vgl. ferner oben in Teil III: >Der Drucke
34 Nr. 168 gehört zur 3. Ausgabe von 1559, während das kai-
serliche Druckprivileg auf Nr. 169 für die Erstausgabe
spricht.
35 C 2, Nr. 6 und Nr. 9, Text zu Nr. 11; C’2, Nr. 11.
36 C 3, Nr. 7-12.
 
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