4rr Das fl'mff lind drcyssigsie Capkttl
Das XXXV. Kapitel.
Von der Erde und den Berge».
Erde so wirzu letzt/ und am Ende unseres Wcrckcs betrach-
-^ten / hat nicht eimrlcy Beschaffenheit durch gantz Lappland.
DannwosicmitBothmen zusammen granßet/ ist sic-besser bestellet/
und zum Wachsthum allerhand Krauter und Gewächse bequamcr/
ale anderswo. Welches dann bezeugen di? an einem und dem ande-
ren Drtc angelegte Garten/ und befunden / daß in solchen der Kohl/
Rüben / Pasternack / Rettich und dergleichen woi fort gekommen.
Anvielcn Drtcn aber ist sic der vielen Teiche und Seen wegen sum-
pficht/odcr der Felsen und Kläffte halben steinichk. Hin und wieder
isi unfruchtbahrer Sand / wclchcrvon dem Winde hin und her ge-
m eben / grosse Felder gleich wie mit Schnee überdecket/insonderheit
anden Dertcrn so nahe an dem Norwegischen Gcbürge ligcn. foh.
1 ornLu^.k^lLrLcAlc ofruLhcbarr- och nL'ssanoel'.vccalc mcci corr
läncir decPchr. Dao ist: Es ist daselbst alles unfruchtbar und das
meiste Thcil mit dunem Sande bedecket. Also auch OiE ? ern
Kliurenius: Lapplandjst ilU Winlcrr.ulh lind unwegsam; anders-
woistcs Gliche Meilen wen sandicht / anderswo stemicht. Dieser
Sand erwecket den Reisenden zum öfftcrn nicht geringe Gefahr/ m
dem sic entweder den Schnee bedeckcn/und also machcn/daß man sich
dafür nicht hütet oder aber nut grossem Haussen und Mange die Leu-
te selbst überfallen- Von dem ersten schreibet fohan. UnLur fol-
gender gestalt: Es ligen hin und wieder grosse Haussen Schriee/ wel-
che weil sie von den; Winde nicht können zerstreuet werden/! o überzie-
het sie die Sonne deß Tages / deß Nachts aber der Schatten gleich
wie mit einer Rinde / massen sie sr harr als Eiß werden. Wann
sicdaraufnoch derSand/dcn der starckeWind dahin wahet/bedecker/
können sie von den Reisenden nicht gemercket noch verhütet werden.
Daher es geschehet daß wann diese über solche gehen wollen die ilber-
zogene Rmde bricht / und die Leute in dermieffen Schnee versincken/
können auch keine Rettung haben / sonderlt müßen ihr Leben lassen.
Das XXXV. Kapitel.
Von der Erde und den Berge».
Erde so wirzu letzt/ und am Ende unseres Wcrckcs betrach-
-^ten / hat nicht eimrlcy Beschaffenheit durch gantz Lappland.
DannwosicmitBothmen zusammen granßet/ ist sic-besser bestellet/
und zum Wachsthum allerhand Krauter und Gewächse bequamcr/
ale anderswo. Welches dann bezeugen di? an einem und dem ande-
ren Drtc angelegte Garten/ und befunden / daß in solchen der Kohl/
Rüben / Pasternack / Rettich und dergleichen woi fort gekommen.
Anvielcn Drtcn aber ist sic der vielen Teiche und Seen wegen sum-
pficht/odcr der Felsen und Kläffte halben steinichk. Hin und wieder
isi unfruchtbahrer Sand / wclchcrvon dem Winde hin und her ge-
m eben / grosse Felder gleich wie mit Schnee überdecket/insonderheit
anden Dertcrn so nahe an dem Norwegischen Gcbürge ligcn. foh.
1 ornLu^.k^lLrLcAlc ofruLhcbarr- och nL'ssanoel'.vccalc mcci corr
läncir decPchr. Dao ist: Es ist daselbst alles unfruchtbar und das
meiste Thcil mit dunem Sande bedecket. Also auch OiE ? ern
Kliurenius: Lapplandjst ilU Winlcrr.ulh lind unwegsam; anders-
woistcs Gliche Meilen wen sandicht / anderswo stemicht. Dieser
Sand erwecket den Reisenden zum öfftcrn nicht geringe Gefahr/ m
dem sic entweder den Schnee bedeckcn/und also machcn/daß man sich
dafür nicht hütet oder aber nut grossem Haussen und Mange die Leu-
te selbst überfallen- Von dem ersten schreibet fohan. UnLur fol-
gender gestalt: Es ligen hin und wieder grosse Haussen Schriee/ wel-
che weil sie von den; Winde nicht können zerstreuet werden/! o überzie-
het sie die Sonne deß Tages / deß Nachts aber der Schatten gleich
wie mit einer Rinde / massen sie sr harr als Eiß werden. Wann
sicdaraufnoch derSand/dcn der starckeWind dahin wahet/bedecker/
können sie von den Reisenden nicht gemercket noch verhütet werden.
Daher es geschehet daß wann diese über solche gehen wollen die ilber-
zogene Rmde bricht / und die Leute in dermieffen Schnee versincken/
können auch keine Rettung haben / sonderlt müßen ihr Leben lassen.



