Schliemann, Heinrich
Ithaka, der Peloponnes und Troja: Archäologische Forschungen — Leipzig, 1869

Seite: 164
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164 HISSARLIK, NEU-ILIUM.

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„Als wir aber zur Stadt gelangten, und zu der hohen
Mauer, lagerten wir uns in voller Waffenrüstung vor der
Citadelle, mitten unter dichtem Gesträuch, in den Binsen
eines Sumpfes/'

Gegen zehn Uhr Morgens kamen wir auf ein weit
ausgedehntes hochliegendes Terrain, welches mit Scherben
und Trümmern von bearbeiteten Marmorblöcken bedeckt
war. Vier einzeln stehende, zur Hälfte im Boden vergra-
bene .marmorne Säulen zeigten die Stelle eines grossen
Tempels an. Die weite Ausdehnung des mit Trümmern
besäeten Feldes liess uns nicht bezweifeln, dass wir auf
dem Umkreise einer grossen, einst blühenden Stadt stan-
den, und wirklich befanden wir uns auf den Ruinen von
Neu-Ilium, jetzt Hissarlik genannt, welches Wort Palast

*

bedeutet.

Nachdem wir eine halbe Stunde lang auf diesem Ter-
rain weiter gegangen waren, kamen wir zu einem Hügel
von ungefähr 40 Meter Höhe, welcher im Norden fast senk-
recht in die Ebene abfällt und ungefähr 20 Meter höher ist,
als der Rücken der Bergkette, deren letzten Ausläufer er
bildet.

Alle Zweifel rücksichtlich der Identität von Hissarlik
mit Neu-Ilium schwinden beim Anblick dieser Bergkette,
welche durchaus den Worten Strabo's entspricht (XIII, 1
S. 109 Tauchnitzer Ausgabe) „guvs^yjc; paYt§"? fortlaufender
Bergrüchen.

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