Schlosser, Julius von
Die Kunst- und Wunderkammern der Spätrenaissance: ein Beitrag zur Geschichte des Sammelwesens — Leipzig, 1908

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Anmerku ngen.

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'*) Barbet de Jouy et Jacquemart, Gemmes et joyaux de la couronnc pl. 5. (Sar-
donyxkeldi), pl. 6 (Porphyrgefäß aus Ägypten), pl. 7. (Kristall der Eleonor von Aquitanien),
pl. 9. (arabischer Kristall).

") Eine alte Beschreibung ist in dem Werk von Meschinello, La chiesa ducale
di s. Marco, Ven. 1753 zu finden.

**) Le monde enchante. Cosmographie et Histoire naturelle fantastiques du moyen
äge. Paris 1843.

,c) Äudi an S. Francesco in Bologna sieht man dergleichen bacini. Vieles der Art
ist in Ottes kirdil. Kunstardiäologie I, 209 usw. aufgeführt, ferner bei Sauer, Symbolik
des Kirdiengebäudes, Freiburg i. B. 1902, p. 211 f., worauf hier der Kürze halber ver-
wiesen sei.

'') Otte a. a. 0, p. 213 und besonders Sauer, p. 211 f. Von dem enormen Wert,
den man diesen Dingen beilegte, mag die Schätzung eines solchen Einhorns auf
6000 fiorini im Inventar des mediceischen Hauses von 1492 Zeugnis ablegen; unter
Clemens VII. wurde ein anderes gar mit 27000 Dukaten verkauft. (Müntz, Collections
des Medicis p. 16 und 66.) Ein mannshohes Exemplar wird heute noch in der Kopen-
hagener Rosenborg als besondere Sehenswürdigkeit vorgewiesen; eines von gleidier
Höhe im Inventar der Gonzaga von Mantua 1631 (D'Arco Arti di Mantova II, 174) er-
wähnt. Von anderen Exemplaren nenne idi nodi einige, wie sie mir gerade in Er-
innerung sind: den überreich gesdinitzten Zahn, ein charakteristisdies Inventarstück der
alten Farmacia Albrizzi, jetzt im Museo ardieologico zu Venedig; im Sdiatz von
S. Marco ebenda ein sehr großes Exemplar, eines auf einem sdiön geschnitzten Renais-
sancepostament audi im Museo civico von Bologna. In Fisdiarts glückhaftein Sdiiff
von Zürich wird den Sdiweizer Gästen das acht Sdiuh lange Einhorn im Chor des Doms
zu Straßburg mit gebührendem Stolze gewiesen.

Römische Quartalschrift Bd. XII (1898), S. 162 ff.

18) Otte a. a. O., S. 213, Änm. 6.

ä0) Mitt. der k. k. Zentralkommission XIV, 88.

-') Vgl. u.a. Lastri, L'osservatore fiorentino, Ausg. von 1821, Bd. II, 153f. Einiges
bei Warburg, Bildniskunst und florentinischcs Bürgertum. S. 29 f.

**) Vielleicht dürfte das erste öffentlich für Geld gezeigte Museum von Wachs-
figuren jenes gewesen sein, für das Antoine Benoist „sculpteur en cire du roi" 1668
ein königlidies Patent erhielt. Neben den Porträts fürstlicher Personen des damaligen
französischen Hofs, ferner des Dogen von Genua, wurden die Figuren orientalischer
Gesandten, von Siam, Marocco, Moskau, Algier gezeigt. Vgl. das Bulletin de la Societe
de l" histoire de Paris et de 1' Isle de France. 1896, p. 201 f. (Nadi einer Mitteilung
die ich noch dem verstorbenen E. Müntz danke.)

*) Vgl. die Abhandlung Beissels über die Äadienfahrt in den Stimmen aus Maria
Laadi, Ergänzungsheft 82 (1902).

-'') Verzeichnis der bekannten Heiligtumsbüdier bei Otte I, 187. Über ein hand-
sdiriftlidi in Hall erhaltenes: Hohenbühel, Mitt. der Zentralkomm. 1883.

-■') Das Inventar der Sdiätze Karls V. von Frankreidi wurde von Labarte (Docu-
ments inedits sur I'histoire de la France, Paris 1879), dasjenige Ludwigs von Anjou
gleidifalls von Labarte im II. Band seiner vortrcfflidien Notice des emaux du Louvre
(Paris 1853) veröffentlidit. Vgl. die neue Publikation von Moranville, Inventaire de
l'orfevrerie et des joyaux de Louis I. duc d'Anjou. Paris 1903.

'-'") Inventaires de Jean duc de Berry (1401-1416) publies et annotes par Jules
Guiffrey. 2 Bände, Paris 1894-1896.

-■) Champeaux et Gauchery, Les travaux d'art executes pour Jean de France, duc
de Berry Paris 1894.

28) Notices et extraits des manuscrits V, 564.

:") Filaretes Traktat über die Baukunst herausg. von W. v. Oeningen. Wien

1896. S. 659.
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