Schuchardt, Christian
Lucas Cranach des Aeltern Leben und Werke (Band 3) — Leipzig, 1871

Seite: 83
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Ein Epigramm.

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kvnne, ob der Fürst sv umgewcindelt, nnd aufhöre, ihm
Sicherheit im Lande z» gewähreu. Mcincn und anderer
Wvrten vertraut er nicht genug, soviel ich ihm auch eiiizu-
reden suche, daß der Fiirst einen svlchen Siun nicht habe,
nvch daß Lneas einen hinterlistigen Verrath und Gefangen-
nahme dulden werde, bevvr er es anzeigt oder Vvrstellungcn
macht.

Eö beweist dieser Brief wenigstens, daß Cranach
großcn Einfluß bei dem Kurfürsten gehabt habe.

6) Ein Epigramm auf ein Bild ciner frühern
Geliebten Cranach's.

Jn einer Anmerkung (I, 127) hatte ich, nach Heller
(S. 14) ein Epigramm erwähnt, auf eine frühere Ge-
liebte Cranach's, das der wittenberger Prosessor der
Medicin, Dietrich Bloch, 1515 schrieb. Heller hatte
wie gewöhnlich die Quelle, woraus er geschöpft, nicht
genauut. Später fand ich dieselben in Ebert, „Ueberliefe-
rungen", Thl. I, 1., S. 205. Dabei ist zugleich bemerkt,
daß eiu anderes Epigramm auf denselben Tegcnstand
nicht gut mittheilbar sei. Diese Epigramme befinden sich
in einem Manuscript der wolfenbütteler Bibliothek und
ich wendete mich durch einen Kunstfreund in Braunschweig
dahiu, worauf der Qberbibliothekar Herr vr. Bethman
mir das Folgende freundlichst mitgetheilt hat:

Oocisx Kusllsrllzituuus ^ugustsus, tol. 58,5 hat
auf Fol. 108 folgendes Epigramm ohne Jnschrift:

Uusos, pmruru, lormoss, turuou, vooor IlilclsssirrsuZis
Oiesu, oui xatriuru sst Hg.uovsrsu8S solum.

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