Hildebrandt, Adolf Matthias [Bearb.]; Siebmacher, Johann [Begr.]
J. Siebmacher's großes und allgemeines Wappenbuch: in einer neuen, vollständig geordneten u. reich verm. Aufl. mit heraldischen und historisch-genealogischen Erläuterungen (Band 2,9): Der Hannöverische Adel — Nürnberg, 1870

Seite: 17
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HANNOVERISCHER ADEL.

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(S c h i 1 d h.: wilde Männer mit Keulen. Devise :
3 Hilcle »Vest und bieder.«)

V. Vahrendorf* (Taf. 18.)

Altes Münsterisches, seit 1160 urkundlich bekann-
ten an tes Geschlecht. Neuerdings zum Hannoverischen Adel
in Rittet gerechnet. Ob begütert?

Hie vo; Wappen. Schild: getheilt; oben schreitender
gekr. r. Löwe in g., unten r.

lenstann Helm: zwei Straussfedern, r. und g., dazwischen
ein springender (al. liegender) r. Fuchs.

Decken: g.-r.

v. Veltheim. (Taf. 18.)

?en not: Genealogische Notiz und Wappenbeschreibung s.

filtern. beim Braunschweiger Adel.

In Hannover besitzt die Familie das Erb-Schenken-
amt im Fürstenth. Hildesheim.

Jan? i T* Vincke, Fhr. (Taf. 18.)

enBaun Westfälischer Uradel; besonders in Westfalen,

Schulte auch Schlesien und Mecklenburg begütert. Am
s zweit23. Sept. 1837 durch König Friedrich Wilhelm III.
von Preussen als freiherrlich anerkannt. Zur einge-
bornen Osnabrücker Ritterschaft gehörend.

Wappen: Schild: r. Pflugschar in w.

Helm: vor einem Plauenschweif die Schildesfigur,
mit dei Helm decken: w.-r.

(Devise: Tout avec Dieu.)

Var.: statt des Pfauenschweifs fünf w. Strauss-

federn.

11 v ,Kl?5 v. Voss. (Taf. 19.)

lahlreict . v

Alte Pommerische, seit der Mitte des 13. Jahrh.
en Hitte:urkundlich auftretende Familie, deren zahlreiche Be-
sitzungen zumeist in der Mark, Pommern und Mecklen-
it w. G(kur£> helegen sind, ln Hannover gehört eine Linie
zur eingewanderten Ritterschaft der Grafschaft Hoya.

Wappen. Schild: r. aufspringender Fuchs

in w.

pevjs( Helm: derselbe wachsend.

Decken: w.-r.

Ten Jak (Schildh.: r. Füchse. Devise: »Nomen non

und Tt°mey<<ar.: g. statt w.

Y. Wallmoden - Gimborn, Grafen und Herren.

im n (Taf- 190

Die v. Wallmoden gehören zur alten eingebornen
, j „Ritterschaft des Fürstenthums Hildesheim, woselbst
1 oi>mii^er gleichnamige Stammsitz liegt und seit dem
ao 13. Jahrh. bis jetzt im Besitz der Familie ist.

Der Generallieutenant Johann Ludwig v. W. wurde
w*<. v iam APril 1781 in den Reichsgrafenstand erhoben
mn und ihm am 17. Jan. 1783 das Prädicat »v. Gimborn«
verliehen ; (in Hannover publ. 25. Juli 1783.) Der Chef
der Familie führte den Titel »Erlaucht«.

Stammwappen. Schild: drei aufspringende

, ft Steinböcke m g.

*' w Helm: zwei ft Bockshörner.

»ngeb°J Decken: g. ft

leihst * (Schildhalter:

esitzung^ei^^

ft Böcke. Devise: »Ich hoffe

iv d> Gräfliches Wappen. Schild: geviertet mit Mit-
8 1Vfnat • letzteres getheilt, oben g. Krone in b., unten
ben ( swei von b. und w. gespaltene Eisenhüte mit r. Schnü-

nenEfV\^ St.-W. 2: getheilt; oben drei

>m rautenförmige g. Schnallen in b., unten g., leer. 3: ge-

., Jheilt 5 oben : wieder getheilt, oben w., leer, unten:
eits ‘•-w. geschacht; unten: gezinnter ft Balken in w.

mit Qfw1 1} Drei Fasanfedern, w., w/b., b.

1 Balbvv^^'n^' MannsrumPf> unten g., oben b. mit den
,m W »chnallen belegt, mit b. Mütze und g. Aufschlägen.

Bd. II. Abth. 9.

Decken: g. ft, g. ft, g. b.

(Schildh.: ft Bock und b. Leopard, mit g, bei-
derseits mit Lilien eingefasstem Halsband.)

Die Gräfliche Linie ist erloschen.

Y. Wangenheim, Fhr. (Taf. 19.)

Thüringisches, seit der 1. Hälfte des 12. Jahrh.
urkundliches Geschlecht. Begütert zumeist in Thürin-
gen , in Pommern, Preussen und Brandenburg. In
Hannover zur eingewanderten Hoya’schen Ritterschaft
gezählt, aber auch im Fürstenthum Göttingen an-
sässig.

Der am 15. Oct. 1840 in den Preuss. Grafenstand
erhobene Hannoverische Obermarschall Georg v. W.
starb am 21. Oct. 1851 ohne Descendenz.

Wappen, Schild: gespalten; vorn: aufgerich-
tet laufender r. Windhund mit g. Halsbande in w.
Hinten: sechs ft Balken (al. drei Zwillingsfäden)

in g.

Helm: r. Mütze mit Pelzaufschlag, besteckt mit
r. und w. Fluge.

Decken: w.-r., g. ft.

(Schildh.: r. Hunde. Devise: »Vest und treu.«)

Y. Wedel, Grafen. (Taf. 19.)

Uraltes und berühmtes Geschlecht Norddeutsch-
lands, zuerst in Holstein, woselbst der gleichnamige
Stammsitz, auftretend, dann namentlich in Pommern
und Brandenburg reich begütert.

Dänischer Grafenstand am 10. Dez. 1672 für Wil-
helm Friedrich v. W.; desgl. im J. 1684 für Gustav
Wilhelm v. W.— Preussischer Grafenstand am 21. Ja-
nuar 1776 für Anton Franz v. W.; desgl. am 6. Juli
1798 für Leopold Magnus Gottlob v. W. Die hier in
Betracht kommenden Grafen v. W., welche zur ein-
gewanderten Ostfriesischen Ritterschaft gehören, führen
folgendes Wappen:

Quadrirter Schild mit Mittelschild; in letzterem
innerhalb eines ft: Kammrades ein Mannsrumpf, des-
sen Kleidung und Hut von ft und r. getheilt mit
w. Halskragen und r. Schnüren am Hut, in g. 1 und
4: w. zweithürmiges Castell in b. 2 und 3: g. Krone,
durch dieselbe schräggekreuzt gesteckt sieben Dane-
brogsfahnen (r. mit w. Kreuz) an braunen Stangen
mit w. Spitzen.

Helm: der Mannsrumpf des Mittelschildes.

Helmdecken: g.-ft

Vgl. Lieferung 37 dieses Werkes.

Y. d. Wense. (Taf. 19.)

Lüneburgisches eingebornes Geschlecht; seit dem
Anfang des 14. Jahrhunderts urkundlich bekannt.
Zahlreiche Güter im Fürstenth. Lüneburg, darunter
noch der gleichnamige Stammsitz.

Wappen. Schild: ft Querbalken, mit g,
Weinrebe (ursprüngl. Damascirung) belegt, in g.

Helm: zwei Straussfedern, g. und ft.

D e ck en : g. ft

(Schildh.: g. Löwen, gekrönt und mit den Fe-
dern des Helmschmucks besteckt. Devise : »Halt was
du hast.«)

y. Werder. (Taf, 19.)

Zur eingebornen Hildesheimer Ritterschaft gezählt.
Früher m der Provinz Sachsen und im Anhaitischen

begütert. Auch Mitglieder der Lübecker Cirkelgesell-
scnait.

, WaPPen a) Schild: aufspringendes r.-gesat-
teltes und gezäumtes w. Ross, in b.

Helm : dasselbe vor einer g. Säule mit Pfauen-
schweif.

Decken: w.-b.

al. das Ross schreitend. Helm: der Schaft b.
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