J. A. STARGARDT / BERLIN W 35
521 WALLENSTEIN, Albrecht v., Herzog v. Friedland, der große Feldherr,
1583—1634. E. Br. m. U. ,,Albrecht v. Waldstein“. O. O. Mai 1621. 1 S.
folio. (2000,—)
Mit eigenhändiger Adresse (5 Zeilen) an Kaiser Ferdinand II.TAuf
Grund seiner Vorschüsse bittet Wallenstein den Kaiser um Verleihung der
von Christoph v. Rhedern verwirkten Lehnsherrschaften Friedland und
Reichenberg.
Der kaiserliche Bescheid, ausgefertigt von Arnold am 19. Mai 1622,«befindet
sich unmittelbar unter dem Brief. Der Beschluß der in Gegenwart der Herren
v. Eggenberg, Teuffel, Trautmannsdorf u. Anderer, gefaßt wurde, geht dahin,
den Fürsten Karl v. Liechtenstein zur Schätzung der Güter aufzufordern.^—
Historisches Prachtstück!
522 — Beigegeben: LIECHTENSTEIN, Karl Fürst v., kaiserl. Rat. Br. m. U.
O. O. 18. I. 1622. 2 S. folio.
Mit Adresse an Kaiser Ferdinand II. — Bericht über die Herrschaften
Friedland u. Reichenberg, „welche Ew. Kays. Maiest. nach Christoph Rhedern
ex crimine laesae Majestatis haimbgefallen sein". Liechtenstein’s Gutachten
geht dahin, den v. Rhedern nicht wieder zu restituieren, sondern die Güter
dem sich darum bewerbenden Obersten Albrecht Wenzel Eusebius
v. Waldstein zu überlassen „weil ein anderer schwärlich so viel darumb
geben möchte“.
523 WASA, Gustav Prinz v., österreichischer Feldmarschall, 1799—1877. 2 e.
Br. m. U. Nizza 22. II. 1855 und Baden 28. XI. 1868. Zus. 8 S. 8°. (4,—)
An die Baronin v. Scharnhorst. Nachrichten aus dem Familien- und Freundes-
kreis. — Beiliegend 1 e Br. m. U. seiner Schwester Amalie, Hacking 1. X.
1849, 4 S. 8°, an dieselbe Adressatin.
524 WASHINGTON, George, der erste Präsident der Vereinigten Staaten v.
Nord-Amerika, 1732—1799. E. Br. m. U. Williamsburg 10. XI. 1773.
2% S. 40. (1500,—)
Betrifft den Ankauf von 2 Gütern für seinen Stiefsohn u. Mündel John
Parke Custis, das eine in King and Queen County, das andere in King Wüliam
County gelegen, sowie die Hinterlassenschaft seiner Stieftochter Miss Custis,
in die er sich mit ihrem Bruder John Parke Custis zu teilen hat.
525 WILHELM I., deutscher Kaiser, König v. Preußen, 1797—1888. E. Br. m.
U. „Wilhelm P. v. P.“. Petersburg 4./16. I. 1828. 4 S. 8°. (80,—)
An seine Schwägerin Marie, Prinzessin Karl von Preußen. Ausführliche
Schilderungen der Hoffestlichkeiten: der „Maskerade“, zu der 31000 Billetts
ausgegeben waren, während nur 16000 Personen der großen Kälte wegen
erschienen, und auf der sich beide Kaiserinnen erkälteten; eines Balls
beim Fürsten Potozki und des Newa-Festes. — Zum Schluß schlägt er als
Geburtstagsgeschenk für seine Schwester Luise zwei Kronleuchter vor,
„wie ihr in Glienicke oben im mittlern grossen rothen Zimmer habt . . .
Karl .... wird nach dem Preise zu beurtheilen wissen, ob zwei solche
Kronen die Familien Kasse auch nicht ruiniert (sic!).“ — Über eine
Photographie der Adressatin, die er bei der Kaiserin-Mutter wiedersah, sagt
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