J. A. Stargardt <Berlin> [Editor]
Autographen: Literatur, Wissenschaft, bildende Kunst, Musik, Geschichte, Kirche ; Versteigerung am Freitag, den 29. April 1927 ..., am Sonnabend, den 30. April 1927 ... (Katalog Nr. 268) — Berlin, 1927

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J. A. STAR GAR DT / BERLIN W 35

518 SCHRÖDER, FRIEDRICH LUDWIG, Schauspieler und Theaterdirektor

in Hamburg, 1744—1816. — IFFLAND, AUGUST WILHELM, Schau-
spieler und dramatischer Dichter, 1759—1814. (20,—)

Eigh. Quittung Schröder's, für Rechnung Kotzebue’s über 32 Friedrichsd'or,
Hamburg 5. XII. 1797, % S. 40. Auf demselben Bogen eigh. Zahlungs-
anweisung und Quittung Iffland’s, Berlin 22. XII. 1797, % S. 40.

Interessantes Autograph: die Handschriften der beiden großen Theater-
leiter auf einem Blatt vereinigt.

519 SCHUBERT, FRANZ, 1797—1828. Eigh. Musikmanuskript: »Das Abend-

roth. Zelez Nov. 1818 Franz Schubert«. 6 S. Quer-Folio, (1600,—)

Lied für eine Singstimme mit Pianoforte-Begleitung.

Prachtvolles Stück von schönster Erhaltung.

520 — Eigh. Musikmanuskript mit Namen und Datum am Kopf. »Frz. Schubert.

Aprill 1825«. 1 S. Quer-40. (950,—)

Ungedruckte Komposition zweier Ländler für Pianoforte. Je 2 Noten-
reihen, im ganzen 36 Takte.

Musikalisch wertvolles Blatt in klarer und zierlicher Notenschrift.

S. das Facsimile.

521 —- E. Billett m. U. (mit Bleistift geschrieben). O. O. u. J. 1 S. Quer-8°.

(100,—)

»Lieber Franzei. Zum Mittagessen kann ich nicht kommen. Entschuldige
mich. Abends treffen wir uns um %8 Uhr. Schubert«

523 SCHUMANN, ROBERT, Komponist, 1810—1856. E. Br. m. U. »Robert«.

Berlin 24. V. 1844. % S. 8°. (20,—)

Mit eigh. Adresse an seinen Bruder Carl, Buchhändler in Schneeberg, dem
er seine Ankunft ankündigt. »Wir haben die Seereise glücklich überstanden.
Das Gefühl, wenn der erste Streif Landes aus den Wolken taucht, läßt sich
wohl nicht beschreiben.«

524 — E. Br. m. U. »Robert«. Dresden ix. III. 1845. x y2 S. 8°. (28,—)

Ebenfalls an seinen Bruder Carl, dem er die Geburt einer Tochter mitteilt,

»ein muntres kleines Wesen wieder mit schwarzen Augen und ganz in die
Schumann'sche Familie einschlagend . . . Ich bin ganz glücklich, daß alles
so gut gegangen, wie es denn überhaupt mit dem herannahnden Frühling
sich um Vieles mit meiner Gesundheit gebessert hat. Doch muß ich mich
noch immer sehr schonen, namentlich vor jeder Aufregung durch
geistige Anstrengungen. Doch habe ich in der letzten Zeit auch wieder
einiges componiert . . . Vom König habe ich vor ein paar Tagen wieder eine
sehr schöne Dotation (für meine Peri) zum Geschenk erhalten.«

525 — E. Br. m. U. »R. Sch.«. Dresden 22. IV. 1849. 2 S. 8°. (18,—)

An die Witwe seines Bruders Carl; über die Fortführung ihres Geschäftes

und eine Schuld seines Bruders an ihn.

»Deine Liebe zu Carl wird Dir nicht unvergolten bleiben.«

526 SCHUMANN, KLARA, Gattin Robert S.’s, Pianistin, 1819—-1896. E. Br.

m. U. Augsburg 31. XII. 1857. 3 S. 4°. (6,—)

Über die Veranstaltung eines Konzerts in Stuttgart, erwähnt ihren Gatten.

527 2 e. Br. m. U. Friedrichshafen 20. VIII. 1856 und Wildbad 30. VIII.

l859- 4 S. 40 und 8°. (6,—)

Beide Briefe an den Pianoforte-Fabrikanten Schiedmayer.

52S SPOHR, LOUIS, Geiger und Komponist, 1784—1859. Br. m. U. und eigh.
Nachschrift von 1% S. 8° mit nochmaliger Unterschrift. Kassel 15. V.
i835- ‘ (5—)

Lithographierte Einladung zur Subscription auf ein neues Oratorium. An
einen Kritiker, dem er für wohlwollende Beurteilung seiner 4ten Symphonie
dankt. — Beiliegend Fragment eines e. Br. m. U., S. 40.

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