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J. A. Stargardt; J. A. Stargardt <Berlin> [Editor]
Katalog / J. A. Stargardt (Nr. 341): Autographen — Berlin: J.A. Stargardt, Antiquariat, 1933

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https://doi.org/10.11588/diglit.56819#0023
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nimmt die Rolle und stellt sich als ein Kind, das sich in der Gegend,
wo ein Mädchen nach der Natur zeichnet, verirrt zu haben u. zu weinen
scheint. Das edle Mädchen gerührt u. mitleidig ruft gut sanft dem
armen Kinde u. lockt es zu sich, indess zwey andere Genien diese Ge-
legenheit benutzen, den Kranz zu nehmen u. den Schleier überzu-
werfen.“
Aus dem Album der Juliane Bause, verm. Loehr.
77 Schumann, Robert, Komponist, 1810—1856. E. Br. m. U.
Leipzig 21. XI. 1837. 1 S. 8°. 60.—
Einer der ersten Briefe an Louis Spohr. Mit Bezug auf „unsren
theuren und vortrefflichen“‘ Mendelssohn-Bartholdy und
die Ziele der von Schumann redigierten „Neuen Zeitschrift für Musik“.
78 — E. Br. m. U. (Wien 1838). 3/4 S. 8°. 48.—
An Fischhof. „Wollen Sie so gut sein, mir den Band Compositionen,
deren Verfasser Ihnen nicht bekannt, auf einige Tage zur Durchsicht
zu schicken . . .“
„Was macht die Pestherin ? Ich möchte, sie studirte bei Ihnen das
erste u. letzte Stück der Kreislerian a.“
79 Schwind, Moritz von, Maler und Zeichner, 1804—1871. E. Br.
m. U. München 5. VIII. 1860. 1 S. 4°. 12.—
An einen Grafen. ,,. . . Da ich mir nicht denken kann, dass jemand
die Mauer durchbrechen wird, um von rückwärts den Bildern einen
Stich zu versetzen, so lasse ich das Gebälk hier . . .“
80 Wagner, Richard, 1813—1883. E. Br. m. U. „Dein Bruder
Richard“. Luzern 7. IV. 1859. 3 S. 8°. 240.—
An seine Schwester Klara Wolfram über die Unterstützung
seines als Goldarbeiter in Dresden lebenden Bruders Julius, die „Julius-
Rente“.
Ferner höchst interessante Ausführungen über
seine von ihm getrennt lebende Gattin Minna, die leidend der Obhut
seiner Schwester Klara anvertraut war.
„. . . nicht genug glaubte ich thun zu können, um . . . mich eines
beruhigenden Einflusses auf sie zu versichern. EinHerz, das so
gar nicht zur Ruhe kommen will, ist doch eine
schreckliche Qual. Sie dauerte mich sehr, und da ich immer
mehr einsah, dass mit Vernunft, und auf Vernunft, bei ihr zu wirken
ganz unmöglich sei, erkannte ich auch, dass es nur eine Wahl gäbe, ■—
sie entweder mit rücksichtsvoller Täuschung wie spielend, immer aus-
weichend, immer nur beruhigend, Alles von ihr Ausgehende ignorirend,
zu behandeln, oder — sie offen und bestimmt ihrem Elend zu über-
lassen. Es versteht sich, dass ich nur das Erstere ergreifen konnte . . .
An Geld, an reichlichem Geld . . . lass’ ich’s ihr nicht fehlen, und
habe sie damit jetzt wieder für den ganzen Sommer so ausgestattet,
dass sie ein wahrhaft elegant-behagliches Leben führen kann. Gebe
nun Gott, dass alles dies . . . so gründlich bes-
sernd auf sie wirkt, dass sie zum Herbst es mir möglich
macht, ihr wieder mein Haus zu übergeben, ohne fürchten zu
müssen, durch neue Rückfälle in ihren alten Zu-
stand mir und sich alle fernere Hoffnung zu
rauben! —
Was mich betrifft, so thut mir die Einsamkeit ausserordentlich wohl
... In mir ist schönste, tiefste Ruhe. Was mir sie verleiht und ihre Er-
haltung mir ermöglicht, ist die edelste und rührendste Erfahrung meines
Lebens. Hier ist alles hoch und über das Gemeine
erhaben. Unglaubliche Opfer, aber tiefer Friede. Ich lebe noch
um meine Werke fertig zu schaffen: nur deshalb noch. Und dafür —
dazu — wird mir geholfen. — Genug der Andeutung! (Gemeint ist
die Hilfe der Familie Wesendonck.) -—•

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