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Brunnen - und Wasserleitungen. 77

aen übereinstimmten, und dessen Anordnung nicht
widersprächen. Jede Stadt hatte wenigstens ei-
nen berühmten Brunnen, der entweder einer Gott-
heit geheiligt war, oder bald von seinem Stifter,
bald von seiner Lage benannt wurde, und biswei-
len auch einen Namen erhielt, der an eine Ge-
schichte erinnerte, die dabey vorgefallen war.
Pausanias, der die Brunnen zu den nothwendi-
gen Theilen einer Stadt rechnet, ohne welchen,
nebst andern öffentlichen Gebäuden, kein Orc dis
Benennung einer Stadt verdiene a), erwähnt sehr
häufig die Brunnen und Quellen in den Städten
Griechenlande6, und erzählt dabey oft ihre Entste-
hung, und ihre besondern "Wirkungen, Einige
der schönsten und merkwürdigsten dieser Brunnen
wollen wir hier anführen.

In der Stadt Megara h) befand sich ein Brun-
nen, den Theagenes angelegt hatte, und der we-'
gen seiner Grofse und Bracht, die er durch Säulen
und andern Schmuck erhielt, sehr sehenswürdig
war. Die Quelle, Pirene, zu Korinth c), war mit
weifsen Marmor eingefafst, und man hatte daselbst
verschiedene Grotten angelegt, aus welchen das
Wasser in den Hauptbrunpen sich ergofs. Eine

a) Pausan, X. 4.
h) Pausan. I. 40.
•j Pausan. II. 3.
 
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