^n unserein an Ueberresten aus der Vorzeit so reichen Vaterlande,
befindet sich beinahe kein Ort, keine Gegend, welche nicht bei umsichtiger
Untersuchung dem Alterthumsforscher Ausbeute liesern würde. Der
Ausschuß des Alterthums-Vereins hat sich daher entschlossen, von Zeit
zu Zeit kleine Ercursionen in verschiedene Gegenden von Württemberg
unternehmen und dabei alle an dem Wege vorkommenden antiquarischen
Gegenstände beobachten zu lassen. Die Ergebnisse solcher Untersuchun-
gen wird der Verein jedesmal seinen verehrten Mitgliedern in gedrängter
Kürze mittheilen und denselben hiedurch Anhaltspunkte zu weiteren Nach-
forschungen geben.
Wir beginnen mit einem kurzen Bericht des Topographen
Paulus, über die ihm bekannt gewordenen Alterthümer aus der Route
von Stuttgart über Leonberg, Heimsheim, nach Weil d. Stadt und von
da über Magstadt, Sindelfingen rc. wieder zurück nach Stuttgart.
Außerhalb der Stadt zwischen der Hackh'schen Bierbrauerei und dem
Feuersee, trägt ein Felddistrikt den Namen „Sieh dich für" was auf
einen ehemaligen Wachposten hindeutet.
Etwa in der Mitte der Bothnanger Steige, nördlich der Straße,
kommt einem Weinbergdistrikt die Benennung „Steinenhausen" zu, welche
schon 1250 als Steyninhus vorkommt. Hier scheint in frühesten Zeiten
ein kleiner Wohnplatz bestanden zu haben, wofür auch die in dcr Nähe
sich befindende „Pflasterwiese" spricht. Nordlich von Steinenhausen wird
ein Bergvorsprung „Blankenhorn" genannt, was an die Burg Blanken-
horn im Zabergau erinnert.
Jn öothnang geht die Sage, daß der Ort früher aus drci Weilern,
Ober-, Mittel- und Unter-Bothnang, bestanden sei, von diesen soll der
obere und der untere Weiler längst abgegangen sein und nur der
mittlere, das gegenwärtige Bothnang, sich erhalten haben. Etwa V4
Stunde nordvstlich von Bothnang wird noch ein zwischen dem Feuerbach-
und dem Gnauppen-Thälchen hinziehender Flachrücken „zu Unter-Both-
*) Dic Distriktsbenennung „Sieh dich für" kommt sehr häufig in der Nähe von alten
Burgställen, Schanzen und nicht selten an römischen Straßen vor.
befindet sich beinahe kein Ort, keine Gegend, welche nicht bei umsichtiger
Untersuchung dem Alterthumsforscher Ausbeute liesern würde. Der
Ausschuß des Alterthums-Vereins hat sich daher entschlossen, von Zeit
zu Zeit kleine Ercursionen in verschiedene Gegenden von Württemberg
unternehmen und dabei alle an dem Wege vorkommenden antiquarischen
Gegenstände beobachten zu lassen. Die Ergebnisse solcher Untersuchun-
gen wird der Verein jedesmal seinen verehrten Mitgliedern in gedrängter
Kürze mittheilen und denselben hiedurch Anhaltspunkte zu weiteren Nach-
forschungen geben.
Wir beginnen mit einem kurzen Bericht des Topographen
Paulus, über die ihm bekannt gewordenen Alterthümer aus der Route
von Stuttgart über Leonberg, Heimsheim, nach Weil d. Stadt und von
da über Magstadt, Sindelfingen rc. wieder zurück nach Stuttgart.
Außerhalb der Stadt zwischen der Hackh'schen Bierbrauerei und dem
Feuersee, trägt ein Felddistrikt den Namen „Sieh dich für" was auf
einen ehemaligen Wachposten hindeutet.
Etwa in der Mitte der Bothnanger Steige, nördlich der Straße,
kommt einem Weinbergdistrikt die Benennung „Steinenhausen" zu, welche
schon 1250 als Steyninhus vorkommt. Hier scheint in frühesten Zeiten
ein kleiner Wohnplatz bestanden zu haben, wofür auch die in dcr Nähe
sich befindende „Pflasterwiese" spricht. Nordlich von Steinenhausen wird
ein Bergvorsprung „Blankenhorn" genannt, was an die Burg Blanken-
horn im Zabergau erinnert.
Jn öothnang geht die Sage, daß der Ort früher aus drci Weilern,
Ober-, Mittel- und Unter-Bothnang, bestanden sei, von diesen soll der
obere und der untere Weiler längst abgegangen sein und nur der
mittlere, das gegenwärtige Bothnang, sich erhalten haben. Etwa V4
Stunde nordvstlich von Bothnang wird noch ein zwischen dem Feuerbach-
und dem Gnauppen-Thälchen hinziehender Flachrücken „zu Unter-Both-
*) Dic Distriktsbenennung „Sieh dich für" kommt sehr häufig in der Nähe von alten
Burgställen, Schanzen und nicht selten an römischen Straßen vor.



