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ÜBER IRANISCHE QUELLEN
DER HELLENISTISCHEN AION-VORSTELLUNG
Von Heinrich Junker.
Vielleicht sage ich vielen nichts Neues, allen aber gewiß etwas
gleich Ansprechendes, wenn ich an die reizvolle mittelalterliche Ge-
schichte vom Mönche Felix1) erinnere. Demütig, weit- und leibver-
achtend, voller Hingabe an das Göttliche, dem er in nächtlichem Gebete
nahezukommen sucht, gibt es nur ein Ziel, das ihm erstrebenswert
deucht, die
vroude ine swere
und immer äne ende,
wie sie des Himmels Seligkeit verhieß. — Augen und Hände hebt er
empor zu dem Schöpfer solcher Freude, die er herabfleht.
er ist selich, der si schowen sal. I si volgrunden mochten nicht.
so rechte groz si sin, | Da ist daz ewige licht,
daz tusent zungen noch di min j daz nimmer verleschen mach.
Und Gott hat ein Erbarmen mit ihm und sendet ihm vom Himmelreich
hernieder ein kleines schneeig weißes Vögelein.
Daz kündete im die gaudin,
die in dem himel were,
mit sange lobebere.
Von Entzücken gefaßt, schließt der Mönch sein Buch und lauscht und
lauscht, und trunken geht er dem himmlischen Vögelein nach, das
singend vor ihm entflieht.
swer iz horte singen | tüsend harphen klingen klanc
und sine kelen klingen, । weren nicht so suze
der hete vroude sunder danc. | so des vogelines gruze!
Die Freuden ewiger Seligkeit kündet es, die in sein Herz einziehen
und „herzelichez ungemach" zerstören.
so lobelichen sang iz do, sine sinne, er hette gesworen,
daz der munich wart sö vro, daz daz himelich paradis
sam er were in dem himel hö, were da in allen wis ...
daz er näch hette verloren .
Da ruft die Glocke zum Morgengebet. Der Mönch eilt, an der Andacht
teilzuuehmen, aber der Pförtner erkennt ihn nicht und schenkt seinen
 
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