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1 cm
2i8 Das Herrscherbild in der Kunst des frühen Mittelalters
diese Entwicklung, denn sie hatte ihre Kraftquellen verloren und
machte einer neuen Entwicklung Platz.
Seit dem ii. Jahrh. kam die Sitte im Abendlande auf, das
Grab mit dem Relief des Verstorbenen zu schmücken. Die
figürliche Darstellung in Stein und Metall löste das eingeritzte
Kreuz, die Inschrift und das vergängliche Mosaik ab.251) Diese
Ehrung aber teilte der Herrscher mit Bischöfen, Stiftern und anderen,
die wegen ihrer Stellung oder ihrer Bedeutung Andenken behalten
sollten oder durch ihren Reichtum dafür sorgen konnten. Die Ge-
sinnung jedoch, die sich in einer Grabplatte ausdrückt, ist eine andere
als die, die den Künstler ein Repräsentationsbild malen läßt: nicht
Ruhm, nicht irdische Majestät, auch nicht Bezeugung der Frömmig-
keit, für die es nun zu spät ist, sondern Erinnerung an den Men-
schen, der vor allem Mensch war und daneben auch König sein
konnte.252) Die Grabplatte Rudolfs von Schwaben, des Gegenkönigs
Heinrichs IV., der im Jahre 1080 fiel und in Merseburg begraben
liegt, ist die erste figürliche Grabplatte, die von einem deutschen
Herrscher erhalter-
eine Inschrift preis
nicht der Tod erei^^^
terisiert, aber hier =- ~W;
gäbe des Menschei
körperlichen Eigen]
auch den inneren Λ
aber ist die Entwic
hinausgeht.
Stellung,
wenn ihn
251) Dehio a. a. O
von d. Anf. bis z. 2. Häl
252) Aus den zahlt
Heim
Quod
Rex :
Vgl. H. Omont, Ep
J. Havet (Paris 1895), S.
253) Fink a. a. O.
Roman. Plastik in Deu.
254) Vgl. die Schi!
der Herstellung seiner (
um sie nach dem Aug<
c. 227, V. 39i25ff. (Mo
schlagen aufgefundene,
Krypta zu Speyer, s. C
führung in das histor. D
beine
Aan,
plastik in Sachsen
inr. I. von Frankr.:
O
auvais in Mélanges
auch E. Lüthgen,
daß Rudolf I. seit
abe, zu ihm reist,
)estr. Reimchronik
Diese 1815 zer-
dlte Platte in der
. Lamprecht, Ein-
en Wert beigelegt.
Besicht charak-
iduelle Wieder-
aturalismus die
suchen konnte,
erfassen. Das
r unser Thema
o
diese Entwicklung, denn sie hatte ihre Kraftquellen verloren und
machte einer neuen Entwicklung Platz.
Seit dem ii. Jahrh. kam die Sitte im Abendlande auf, das
Grab mit dem Relief des Verstorbenen zu schmücken. Die
figürliche Darstellung in Stein und Metall löste das eingeritzte
Kreuz, die Inschrift und das vergängliche Mosaik ab.251) Diese
Ehrung aber teilte der Herrscher mit Bischöfen, Stiftern und anderen,
die wegen ihrer Stellung oder ihrer Bedeutung Andenken behalten
sollten oder durch ihren Reichtum dafür sorgen konnten. Die Ge-
sinnung jedoch, die sich in einer Grabplatte ausdrückt, ist eine andere
als die, die den Künstler ein Repräsentationsbild malen läßt: nicht
Ruhm, nicht irdische Majestät, auch nicht Bezeugung der Frömmig-
keit, für die es nun zu spät ist, sondern Erinnerung an den Men-
schen, der vor allem Mensch war und daneben auch König sein
konnte.252) Die Grabplatte Rudolfs von Schwaben, des Gegenkönigs
Heinrichs IV., der im Jahre 1080 fiel und in Merseburg begraben
liegt, ist die erste figürliche Grabplatte, die von einem deutschen
Herrscher erhalter-
eine Inschrift preis
nicht der Tod erei^^^
terisiert, aber hier =- ~W;
gäbe des Menschei
körperlichen Eigen]
auch den inneren Λ
aber ist die Entwic
hinausgeht.
Stellung,
wenn ihn
251) Dehio a. a. O
von d. Anf. bis z. 2. Häl
252) Aus den zahlt
Heim
Quod
Rex :
Vgl. H. Omont, Ep
J. Havet (Paris 1895), S.
253) Fink a. a. O.
Roman. Plastik in Deu.
254) Vgl. die Schi!
der Herstellung seiner (
um sie nach dem Aug<
c. 227, V. 39i25ff. (Mo
schlagen aufgefundene,
Krypta zu Speyer, s. C
führung in das histor. D
beine
Aan,
plastik in Sachsen
inr. I. von Frankr.:
O
auvais in Mélanges
auch E. Lüthgen,
daß Rudolf I. seit
abe, zu ihm reist,
)estr. Reimchronik
Diese 1815 zer-
dlte Platte in der
. Lamprecht, Ein-
en Wert beigelegt.
Besicht charak-
iduelle Wieder-
aturalismus die
suchen konnte,
erfassen. Das
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