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Weise, Adam
Albrecht Dürer und sein Zeitalter: ein Versuch — Leipzig, 1819

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https://doi.org/10.11588/diglit.2158#0104
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2. Dürers BiMaifs. Höhe i Fufs 6 Zoll, Breite i Fufs.

5. Zwei alte Möuchsköpfe. Hohe n Zoll, Breite i Fufs 4 Zoll, siehst einigen Zeichnungen.

Kaiserliche Gallerie zu Wien27).

1. Ein .Altargemälde. Die Jungfrau sitzt unter einem grofseii Baum und halt das Kind Jesu

auf ihren Knieen; vor ihr sitzt ein kleiner Engel und spielt die Guitarre, indefs andere
-klejn^Engel in der Luft schweben und Blumen streuen. .Ihr zur Rechten kniet die heilige
Katharina und betet, so wie mehrere andere Heilige, hinter denen ein Engel mit einem
Liiienstängel steht. Voll Andacht kniet zur Linken Kaiser Maximilian I. vor der heiligen
Jungfrau, die ihm eine Krone von Ptosen aufs Haupt setzt. Hinter dem Monarchen sieht
man seine zweite Gemahlin Blanka Maria, seinen Vertrauten und General der Armee
Herzog Erich von Braunschweig und mehrere andere Herren und Frauen, alle betend auf
den Knieen. Auf einer Anhöhe erblickt man den Künstler selbst mit seinem Freunde Pirk-
heimer unter einem Baume stehen. Ganz in der Ferne am Fufse eines Berges sieht man
eine Stadt. In der einen Hand hält Dürer ein Papier, auf welchem sein Monogramm und
folgendes geschrieben steht: Exegit quinque Mcslri spatio Albertus Dürer Germanus
MDVT. Höhe des Gemäldes 5 Fufs 2 Zoll, Breite 4 Fufs 5 Zoll.

2. Zwei Gemälde, wovon jedes die heilige Jungfrau mit dem Kinde darstellt, welches einen

Rosenkranz in der Hand hält. In dem ersten Gemälde sieht man zur Linken einen Tisch,
worauf sich ein Apfel, ein Messer und ein Glas mit rothem Wein befinden. Durch ein'
geöffnetes Fenster sieht man eine gebirgige Landschaft.
5. In dem zweiten Gemälde bemerkt mau auf einem Tische, der vor der heiligen Jungfrau
steht, die Hälfte einer Citrone und ein Messer. Beide Gemälde haben das gewöhnliche
Zeichen des Künstlers. Das Erstere die Jahrzahl i5i8 und das Andere 1620. Auf Holz.
Höhe 2 Fufs 4 Zoll, Breite r Fufs 9 Zoll. Die Figuren bis auf die Knie.

4. Bildnifs Kaisers Maximilian I. im Jahr seines Todes gemalt. Er ist mit einem braunen Pelz-

rock bekleidet, und hat einen grofsen platten Hut auf dem Kopfe. In der linken Hand hält er
eine geöffnete Granate. Oben am Gemälde befindet sich in der Ecke zur Rechten das Reichs-
wappen, und über dem Haupte des Kaisers eine lange lateinische Inschrift mit dem Jahr
löic; nebst dem Zeichen des Künstlers. Auf Holz. Höhe 2 Fufs 5 Zoll, Breite 2 Fufs.

5. Die heilige Jungfrau trägt das Kind Jesus auf dem Arme, welches nackend ist, und eine

angebissene Birn in der Hand hält, mit der Jahrzahl i5i2 und Zeichen. Auf Holz. Höhe
1 Fufs 6 Zoll, Breite 1 Fufs 2 Zoll.

6. Die heilige Dreifaltigkeit auf Wolken getragen, wird von Engeln und Menschen angebetet.

Unten in einer Landschaft breitet sich ein grofser See aus. In der Landschaft steht Dürer,
eine Tafel haltend, auf der aufser seinem Zeichen geschrieben steht: Albertus Durer Ko-
ricus Faeiebat. Anno a Virginis partu i5xi. Auf Holz. Hohe 4 Fufs 3 Zoll, Breite
4 Fufs 1 Zoll.

37) S. Catalogue des Tableaux de la Galerie Imperiale de Vienne, par C. Mechel 1784.

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