Die Weltkunst — 12.1938

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DIE WELTKUNST___Jahrg. XII, Nr. 50 vom 11. Dezember Jgg

Mm Malern einfach nachgemall .....l zum Vei

kauf gestelli werden. I);ilf dieses Liebe] einen
solchen Umfang angenommen hat, liegl in der
Schwierigkeil der Verfolgung dieser strafbaren
I [andlungen begründet.

Es isi leicht verständlich, daß die Gewerbe-
pnlixei, die niil iliren Organen solche Verstöße
überwachen muß, nur schwer die Möglichkeit
lini, alle Verlngser/.engnisse, nach denen diese
vielen Maler ihre Produkte herstellen, zu ken-
nen. Audi die R.K.d.b.K., die wohl ein Inler-
esse daran hat, ihre Mitglieder vor Nach-
ahmungen und Fälschungen zu schützen, ver-
fügt aicht Uber genügend

Beamte, die das große
Bildermateria] kontrol
lieren können. Deshalb
müssen die Künstler
selbst, die Cunstver-
leger. die Grossisten,
Kunsthandlungen, Kunstn
blatthändjer und < rlaser-

j. C. C. Dahl, Felsenküste auf C a p r i. 1622. 62 : 98 cm 11,1(1 Kinrulimcrbetriebe

Ausstellung: Galerie Dr. W. A. luz (Kl. Luz) bestrebt sein, diesem

Schon sehr eingerissenen

mit dem A......•ensdinizgeseiz in Konflikt zu Gesetz in diesem Punkt offenläßt, ist das Ko- Mäfotwd zu steuern. Da-

kommen, ist sehr groß, Auch Maler, die früher pieren, sofern es nicht zum /.wecke lies Er- .". K< "" '"" ' . (T

eine Akademie besucht und in Museen kopiert werlis geschieht, d. h. wenn ein Maler die .]. '!'f".. 'i^:i.^A'..'.!..

hahen. und daher diese einschlägigen Gesetz- Kopie für sich behalten oder verschenken w ill:

Vorschriften kennen, setzen sich glatt darüber aber auch in diesem Kalle da rf es sich nicht um

hinweg und kopieren und plagiieren nicht nur häufige Wiederholungen handeln, sondern nur

Werke verstorbener, sondern auch lebender. um Einzelfälle. , "'!'

anerkannter Künstler. Man müßte nicht nur Smvi(. aber ,|ir Kl)|>i(. ,„!,,,. ,|.,s piagw1 zum , Grosgigte_

diesen Malern, sondern auch jedem, der Bilder Vi'rkniif >>-i>uti>lH uinl Hi»irt «in« \nf«i<Hiriin<r -i irr- i 'i

. ... . | ,■, ■ , , ■ ... lj versaui „(Mint wira, Uegl (im .Min i l i^n n„ ihre Wiedergaben zu

ausstellt und verkautl. wiederholl ins (.eilacht- /wecke des l'rwerbs vor i r i uo-

..... . „ /mn t'weas.e tu s i.iwiins xoi. verkaufen, erwerbsmäßi-

nis zurückrufen, dan „ .'

. , . . .... .. Man sieht heule noch eine Unzahl von Oel- gen Kopisten Bilder zum

1. das Aulorcnschutzgesetz jeden Künstler b.....irn> die teilweise auch als Origi.....gemälde Abmalen empfehlen,ohne

gegen ,las Kopieren und I lugneren seiner |)(1/eichnei ul.n|(.M_ ,,,,,, ih|.(, Entslenung ]UH.U_ si(.|, darum zu kümmern,

Ongmalarbeiten seitens Dntter schützt, weigbar ,-,„.,. y,,,.,.,^. alls dem großen S(.ha(/ ob der Autor nodj [eb,

2. auch die Erben diesen Schulz bis 50 Jahre der Yerlagserzeugnisso verdanken. Dabei oder schon r»() Jahre toi
nach dem Tode des Künstlers genießen, haben diese Nachinaler sehr häufig nicht ein- ist. und ohne den Ko-

5, wer gegeti dieses Gesetz Verstößt, sich im- mal den Ausland, auf die Bilder ZU schreiben: pislen darauf aiifinerk-

bedingl strafbar macht. ..nach.......", sondern sie zeichnen diese sam zu machen, daß er

Das Gesetz gibt zum Kopieren oder zum Produkte mit ihrem eigenen Namen. \'ach ihm sein gestohlenes Produkt

freien Benutzen des Vorwurfes nur Werke von Gesetz müssen, wie schon viele Prozesse ge- nicht einlach mit seinem

Künstlern, die über 50 Jahre tot sind. frei. klärt haben. Kopien deutlich als ..Kopie nach Namen Signieren darf.

Wer Werke lebender Künstler, oder nach ISNS ....." bezeichnet werden. Ks isl kein Yer- Die Kulturbestrebiill-

verstorbener Künstler kopieren will, bedarf stoß gegen das Gesetz, wenn der Kopist dann gen des Dritten Reiches

dazu der Genehmigung des Künstlers oder noch seinen Namen dazuselzt. Es muß jedem sind derart erfreulich

dessen Erben. Die einzige Ausnahme, die das Menschen, wenn er sich auch nicht für (je- und befruchten zweifel-

setzes Paragraphen interessiert, einleuchten, 1,8 H°aa'<h. A- Rake's Progress

welche schreiende Ungerechtigkeit darin l>c- 145 Ne*,s- Landschaft mit dem Pferdeknecht «■

.1. -Ii , .... j ., 146 -- Icinctschnfl mit Mcinn und Hund

sieht, wenn einerseits der schallende Künstler ... _ , , ... .... ms

. . ... . . 148 Ostado. Ländliche Zärtlichkeit I"*

sein geistiges Eigentum einlach gestohlen he- 157 Rembmndt. Verkündigung an die Hirten 255,

......Oder andererseits dem Verleger, der 158 _ Christus treibt d. Händler a. d. T. !«■

für «las Wiedergaberecht namhafte Honorare 171 Rossini. Römische Ansichten 270

bezahlt, seine Blätter von einer gewissen Sorte 175 Schongauer. flucht nach Aegypten 760

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malenden Dilettanten h
Sinne des oben erläuter-
ten Gesetzes. Stattdessen

denen Kunstblatthändler

nur .....

los auch ilie mit K11I
gut sich befassenden
Wirtschaftszweige, es isl
aber sicher nicht in ihrem
Sinne, wenn die dadurch
angeregte Kauflust des
Publikums (lein in Mas-
sen produzierten Plagiat Hugo Chorl © rn o n t, Pusztabrunnon, Ausstellung : Q a I ß ^
zum Opfer füllt. I''. And. Alex Vömol, Düssoldorf (Foto Söhn!

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336 Lami. Tribulation d. Gens ä Equipages 139
382 Richter. Neuer Strauß fürs Haus 15='

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1187 Rembrandt. Zeichnungen von Rembrandt 215-
1189 Rowlandson. The Grand Master or Adven-

tures 155'

1263 Schlesien. 1 Sammlung mit 65 Ansichten 340

1322 Sinapius. Schlosischo Curiositäten 1^

1359 Cahiers d'Art l$J
1381 froio Bühne für modernes Loben

Blick In einen Ausstollungs-Saal der Preuß. Akademie der Künste (Foto Schröder! III Everdingen. Landschaften 110— 1459 Zeitschrift für Bücherfreunde

(Bericht in Nr. 49| 114 Gellee. Die Holzbrücke 175.— (Weitere Proisberichte auf Seite 71

Nr.



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47

Dürer. Der heilige Christopherus

125 —

59

— Bl. aus der kl. Passion

205 —

63

— Bl. aus der Apokalypso

195.—

74

— Die Geburt Christi

310.—

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— Der hl. Georg zu Pferd

250.—

84

— Hieronymus i. d. Zelle

270 —

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