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Griechische und Römische Denkmäler
Ein kürzerer, aufgrund seiner technischen Machart aber vergleichbarer Stab: Fritz Fremers-
dorf, Antikes, islamisches und mittelalterliches Glas, Catalogo del Museo Sacro, Gitta del
Vaticano 1975 S. 30 Taf. 10. Ähnlich auch: Maud Spaer, Ancient Glass in the Israel Museum:
Beads and ther small Objects, Jerusalem 2001 S. 270 Kat.-Nr. 642-645 Taf. 51. - W.s, bzw. Reif-
fensteins (vgl. Kat.-Nr. 1307) Vermutung, daß mehrere verschiedenfarbige dünne Glasstäbe
zu einem dicken Stab ,gebündelt“ und zusammengeschmolzen wurden, damit man dann von
diesem Stab Scheiben abschneiden konnte, ist noch heute akzeptiert, vgl. Fremersdorf S. 30;
Spaer S. 51-52; Donald B. Harden, Glas der Caesaren, Ausst.-Kat. Köln, London, Corning,
[erschienen] Mailand 1988 S. 32 Nr. 10 (Herstellung der Blüten im Fond des Vogelmosaiks).
Auf diese Art wird Millefiori-Glas hergestellt. W. erwähnt Br. III Nr. 782 S. 188, daß Kardinal
Albani versuchte, solche Glasarbeiten nachmachen zu lassen. Wie erfolgreich dieser vom Mo-
saizisten Pompeo Savini durchgeführte Versuch war, berichtet Rehm (KS S. 499 zu 258). Auch
Reiffenstein unternahm entsprechende Versuche.
Bei W.: GK2 S. 36-37 (GK Text S. 35).
Inschriften
Künstlerinschriften (alphabetisch nach Namen)
1310. Signatur eines Vasenmalers Agathokles
Stücke von irrdenen gemalten Gefäßen mit dem Namen Agathokleous
Nicht nachgewiesen.
Agathokles, der Tyrann und König von Syrakus (360-289 v. Chr.), stammte laut Polybios
(12,15,6) aus einer Töpferfamilie. W. hat die mit dem Namen Agathokles beschrifteten Gefäß-
fragmente nicht selber gesehen, seine Quelle, deren Richtigkeit er anzweifelte, ist Marquard
Gude, Antiquae inscriptiones, Leovardia 1731 S. 209 Nr. 3.
Bei W.: GK1 S. 119 (GA Text S. 188).
1311. Apollonios, Sohn des Nestor, Signatur auf einem Torso des Asklepios oder He-
rakles
Vom Apollonius ... ein Sturz eines Hercules
Ehemals Rom, im Besitz des Antonio da Sangallo, dann Sammlung Kardinal Camillo Massi-
mo, Palazzo Albani-Del Drago, derzeitiger Aufbewahrungsort nicht nachgewiesen.
Zu W.s Zeiten war der Torso mit der Inschrift bereits verschollen. Er kannte ihn zunächst
nur aus Erwähnungen Spons und Datis, später, in GK2, auch aus einer Notiz Pirro Ligorios
(um 1513/1514-1583): Letzterer berichtet zunächst von dem berühmten, signierten Torso im
Belvedere (Kat.-Nr. 573) und dann von einer andern, vom selben Bildhauer signierten, stark
fragmentierten Statue eines Herakles mit Meerwesen. Diese sei in den Thermen des Agrippa
(Kat.-Nr. 240) gefunden und laut (nicht ausgeschriebener) Inschrift von dem römischen Kaiser
Traianus Decius (249-251 n. Chr.) geweiht worden. Sie befand sich seinerzeit im Besitz An-
Griechische und Römische Denkmäler
Ein kürzerer, aufgrund seiner technischen Machart aber vergleichbarer Stab: Fritz Fremers-
dorf, Antikes, islamisches und mittelalterliches Glas, Catalogo del Museo Sacro, Gitta del
Vaticano 1975 S. 30 Taf. 10. Ähnlich auch: Maud Spaer, Ancient Glass in the Israel Museum:
Beads and ther small Objects, Jerusalem 2001 S. 270 Kat.-Nr. 642-645 Taf. 51. - W.s, bzw. Reif-
fensteins (vgl. Kat.-Nr. 1307) Vermutung, daß mehrere verschiedenfarbige dünne Glasstäbe
zu einem dicken Stab ,gebündelt“ und zusammengeschmolzen wurden, damit man dann von
diesem Stab Scheiben abschneiden konnte, ist noch heute akzeptiert, vgl. Fremersdorf S. 30;
Spaer S. 51-52; Donald B. Harden, Glas der Caesaren, Ausst.-Kat. Köln, London, Corning,
[erschienen] Mailand 1988 S. 32 Nr. 10 (Herstellung der Blüten im Fond des Vogelmosaiks).
Auf diese Art wird Millefiori-Glas hergestellt. W. erwähnt Br. III Nr. 782 S. 188, daß Kardinal
Albani versuchte, solche Glasarbeiten nachmachen zu lassen. Wie erfolgreich dieser vom Mo-
saizisten Pompeo Savini durchgeführte Versuch war, berichtet Rehm (KS S. 499 zu 258). Auch
Reiffenstein unternahm entsprechende Versuche.
Bei W.: GK2 S. 36-37 (GK Text S. 35).
Inschriften
Künstlerinschriften (alphabetisch nach Namen)
1310. Signatur eines Vasenmalers Agathokles
Stücke von irrdenen gemalten Gefäßen mit dem Namen Agathokleous
Nicht nachgewiesen.
Agathokles, der Tyrann und König von Syrakus (360-289 v. Chr.), stammte laut Polybios
(12,15,6) aus einer Töpferfamilie. W. hat die mit dem Namen Agathokles beschrifteten Gefäß-
fragmente nicht selber gesehen, seine Quelle, deren Richtigkeit er anzweifelte, ist Marquard
Gude, Antiquae inscriptiones, Leovardia 1731 S. 209 Nr. 3.
Bei W.: GK1 S. 119 (GA Text S. 188).
1311. Apollonios, Sohn des Nestor, Signatur auf einem Torso des Asklepios oder He-
rakles
Vom Apollonius ... ein Sturz eines Hercules
Ehemals Rom, im Besitz des Antonio da Sangallo, dann Sammlung Kardinal Camillo Massi-
mo, Palazzo Albani-Del Drago, derzeitiger Aufbewahrungsort nicht nachgewiesen.
Zu W.s Zeiten war der Torso mit der Inschrift bereits verschollen. Er kannte ihn zunächst
nur aus Erwähnungen Spons und Datis, später, in GK2, auch aus einer Notiz Pirro Ligorios
(um 1513/1514-1583): Letzterer berichtet zunächst von dem berühmten, signierten Torso im
Belvedere (Kat.-Nr. 573) und dann von einer andern, vom selben Bildhauer signierten, stark
fragmentierten Statue eines Herakles mit Meerwesen. Diese sei in den Thermen des Agrippa
(Kat.-Nr. 240) gefunden und laut (nicht ausgeschriebener) Inschrift von dem römischen Kaiser
Traianus Decius (249-251 n. Chr.) geweiht worden. Sie befand sich seinerzeit im Besitz An-


