Winkelmann, Eduard [Editor]
Urkundenbuch der Universitaet Heidelberg (Band 2): Regesten — Heidelberg, 1886

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1539—1543. 95

und die namen der gaste anzeigen müssen. Acta fac. art. III, 158v; gedr.:
bd. I, 225 nr. 174. 863

1542.
ian. 28. Univ. berichtet auf anfrage des kurf., dass der drucker Franziskus
Bohem, der um die erlaubniss zur niederlassung gebeten habe, wohl angenommen
werden könne, doch ohne beschwerung ihres fiskus; auch sei die errichtung einer
druckerei neben der univ. zu empfehlen, vorausgesetzt, dass man die Verhältnisse
des druckers genau kenne. Ann. VI, 272v. 864

iuli 12. Propst und kollegiaten im kurf. kollegium erklären sich bereit, den
vom kurf. empfohlenen söhn des hoehberühmten kurf. physikus dr. Nik. Häubten
aufzunehmen, wenn der kurf. sie von ihrem eide befreien wolle, nur zum magister
promovirte aufzunehmen. Cod. Heid. 358, 79a f. 117. — Der kurf. thut das. 865

1543.
april 21. Kurf. beurlaubt dr. Georg Nigri auf ein iahr, unter belassung
seines gehalts. Dat. Heid. Ann. VI, 296. 866

lUni 12. Iohannes Pavonius von Eppingen, i. u. d., legt an dem tage, da er
sich zum zweiten male verheirathet, den rektorat nieder und erhält von der univ.
die erbetene entlassung vom rektorate. Ann. VI, 299. — Er hatte sich 1531
dec. 10., obwohl er damals auchrektor war, zum ersten male verheirathet und doch sein
amt bis zum ende desselben beibehalten (Ann. V, 28 lv) — der erste verheirathete
rektor, welchen es in H. gegeben hat —; er war nach dem tode dieser ersten
trau 1542 dec. 20. neuerdings zum rektor erwählt worden (Ann. VI, 288). Vgl.
Toepke I, 551. 585. 867

mm 19. Kurf. ersucht die univ., mag. loh. Geyselbach, trotzdem er sich
verheirathe, die regentenstelle in der Schwabenburse noch weiter 2 oder 3 iahre
zu lassen. Dat. Heid. Ann. VI, 302. 868

aug. 15. Kurf. verlangt von der univ., dass sie dem dr. loh. Empfinger seine
stelle ein iahr offen halte, damit er zurücktreten könne, wenn ihm das kanzleramt
in Freising nicht gefalle, für welches ihn herzog Heinrich, administrator von Worms
und Freising, erbeten habe. Dat. Heid. Ann. VI, 308v. 869

OCt. 10. Sebastianus Hugelius, prof. iuris, bittet um Überlassung des durch
«en tod dr. Wendel Schellings freigewordenen gartens unter berufung auf sein alter
und seine mehr als zwanzigiährige Wirksamkeit an der univ. Ann. VI, 312v. Es
geschieht. , 870

*"■ Wendalinus Heilman, professor novorum iurium, bittet unter hinweis auf
seme seit 28 iahren geleisteten dienste und auf die bestimmungen der Ordination
Um Verleihung der durch den tod des dr. Wendel Schelüng erledigten lectura de-
cretalium. Ann. VI, 313. — Univ. schlägt ihn dem kurf. vor. 871

(OCt.) Theobald Gerlacher [Billicamus] erhebt beim kurf. anspräche auf die
lektur des verstorbenen Schelüng. Er habe auf Seh.'s bitte während dessen kränk-
elt ohne eine Vergütung seitens der univ. für ihn gelesen, sei auch von ihm, wie
er schon früher berichtet, als sein nachfolger betrachtet worden. Er weist darauf
ln» dass durch ihn «künftiger zeit die iuristen schul, an deren e. k. gn. am meisten
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