108 FRIEDEICH II.
schmähgedichts gegen ehrbare mädchen. Ann. VII, 94v; gedr.: bd. I, 259
nr. 186. 965
aug. 8. Kurf. lässt durch seinen kanzler vor dem dekan der artisten loh.
Dozierus Leontorius, dr. Micyllus, m. loh. Geyselbach, dem rektor dr. Konr. Dymus
und dem dekan vom h. geist die grundzüge für die Stiftung des sapienzkollegs
entwickeln, für welches die bei den päpsten Paul III. und Iulius III. durchgesetzte
inkorporation der Augustinerklöster zu Heidelberg und Alzei und der klöster Lix-
heim und Kraftthal die mittel gewährt. Berichte in a) Acta fac. art. IV, 44v;
theilweise gedr.: (Büttinghausen) Progr. memorabilium ord. philos. part. II. exhibens
(Heid. 1783), not. 59 und Hautz, Micyllus s. 32 — b) Ann. VII, 89v auch bez.
der Übergabe des Augustinerklosters in Heidelberg. Vgl. Hautz I, 438. 966
(aug.) Iakob Micyllus, prof. der Griechischen spräche, stellt die gesetze der
artistenfakultät zusammen [vgl. ian. 3.]. Cod. Heid. 358, 48 f. 54—76v mit gutem
register hinter dem titel. Von Micyllus aug. 14. in der fakultät verlesen: Acta
fac. art. IV:'cod. Heid. 358, 75 f. 42. Aus f. 41 ergiebt sieh, dass M. durch
seine klage über mangel an disciplin, zu grosse nachsieht bei den promotionen etc.
[extr.: Progr. memorabilium ord. philos. part. II. exhibens (Heid. 1783), not. 70]
zu dem ihm gewordenen auftrage selbst den anstoss gegeben hat. 967
— Artistenfakultät empfielt diesen entwurf der univ. zur genehmigung. Acta
fac. art. IV. 1. c; extr. in: (Büttinghausen) Progr. memor. ord. philos. II, not. 71,
bei Hautz, Micyllus s. 31 und gesch. d. univ. I, 424 anm. 968
HOT. 10. Artistenfak. beschliesst, Micyllus als zeichen ihrer anerkennung einen
silbernen pokal und dem Studenten, welcher die Statuten sorgfältig abgeschrieben
hat, einen goldgulden zu geben. Acta fac. art. IV, 44. 969
1552.
april 3. Eektor bringt auf die klage der regenten über die geringe anzahl
der im kontubernium wohnenden den Studenten in erinnerung, dass sie nach der
reformation des kurf. Ludwig nur im kontubernium tisch und wohnung nehmen
dürfen. Ann. VII, 106; gedr.: Hautz II, 411. 970
mai 1. Rektor verbietet auf befehl des kurf., fremde, welche sieh in folge
der kriegsunruhen nach dem sicherern Heidelberg zurückziehen, ohne vorherige an-
zeige bei den kurf. räthen aufzunehmen. Ann. VII, 107. 971
HOT. 1. Dr. Steffen's (Rodacker's, dekans der med. fak.) wittwe liefert an die
univ. ab: « — — Nachvolgends gleich uf das hat gedachte witwe bar dargezelt 3o n.
7 albus 2 ^ und also den fiscum fac. med. auch entricht und vergnügt. Darneben
übergeben drei schlußel, der universitet kästen zugeherig, item der facultet in medicwa
sigill, item librum statutorum faeultatis medice in pergamen,. item libellum ratio-
num faeultatis medice, item indicem leprosorum, item indicem visitandi pharma-
copoliorum.» Ann. univ. VII, 114. ^*
dec. 24. Rektor und senat werden in audienz bei dem kurf. benachrichtigt,
dass papst Iulius III. die erstrebte inkorporation verrotteter Pfälzischer klöster en
lieh durch die (blos vorgezeigte) bulle genehmigt habe, welche in einer umv.-
versammlung durch kurf. räthe verlesen werden solle, da original oder absebnit i »
zu überlassen nicht räthlich scheine. Ann. VII, 121. 973
schmähgedichts gegen ehrbare mädchen. Ann. VII, 94v; gedr.: bd. I, 259
nr. 186. 965
aug. 8. Kurf. lässt durch seinen kanzler vor dem dekan der artisten loh.
Dozierus Leontorius, dr. Micyllus, m. loh. Geyselbach, dem rektor dr. Konr. Dymus
und dem dekan vom h. geist die grundzüge für die Stiftung des sapienzkollegs
entwickeln, für welches die bei den päpsten Paul III. und Iulius III. durchgesetzte
inkorporation der Augustinerklöster zu Heidelberg und Alzei und der klöster Lix-
heim und Kraftthal die mittel gewährt. Berichte in a) Acta fac. art. IV, 44v;
theilweise gedr.: (Büttinghausen) Progr. memorabilium ord. philos. part. II. exhibens
(Heid. 1783), not. 59 und Hautz, Micyllus s. 32 — b) Ann. VII, 89v auch bez.
der Übergabe des Augustinerklosters in Heidelberg. Vgl. Hautz I, 438. 966
(aug.) Iakob Micyllus, prof. der Griechischen spräche, stellt die gesetze der
artistenfakultät zusammen [vgl. ian. 3.]. Cod. Heid. 358, 48 f. 54—76v mit gutem
register hinter dem titel. Von Micyllus aug. 14. in der fakultät verlesen: Acta
fac. art. IV:'cod. Heid. 358, 75 f. 42. Aus f. 41 ergiebt sieh, dass M. durch
seine klage über mangel an disciplin, zu grosse nachsieht bei den promotionen etc.
[extr.: Progr. memorabilium ord. philos. part. II. exhibens (Heid. 1783), not. 70]
zu dem ihm gewordenen auftrage selbst den anstoss gegeben hat. 967
— Artistenfakultät empfielt diesen entwurf der univ. zur genehmigung. Acta
fac. art. IV. 1. c; extr. in: (Büttinghausen) Progr. memor. ord. philos. II, not. 71,
bei Hautz, Micyllus s. 31 und gesch. d. univ. I, 424 anm. 968
HOT. 10. Artistenfak. beschliesst, Micyllus als zeichen ihrer anerkennung einen
silbernen pokal und dem Studenten, welcher die Statuten sorgfältig abgeschrieben
hat, einen goldgulden zu geben. Acta fac. art. IV, 44. 969
1552.
april 3. Eektor bringt auf die klage der regenten über die geringe anzahl
der im kontubernium wohnenden den Studenten in erinnerung, dass sie nach der
reformation des kurf. Ludwig nur im kontubernium tisch und wohnung nehmen
dürfen. Ann. VII, 106; gedr.: Hautz II, 411. 970
mai 1. Rektor verbietet auf befehl des kurf., fremde, welche sieh in folge
der kriegsunruhen nach dem sicherern Heidelberg zurückziehen, ohne vorherige an-
zeige bei den kurf. räthen aufzunehmen. Ann. VII, 107. 971
HOT. 1. Dr. Steffen's (Rodacker's, dekans der med. fak.) wittwe liefert an die
univ. ab: « — — Nachvolgends gleich uf das hat gedachte witwe bar dargezelt 3o n.
7 albus 2 ^ und also den fiscum fac. med. auch entricht und vergnügt. Darneben
übergeben drei schlußel, der universitet kästen zugeherig, item der facultet in medicwa
sigill, item librum statutorum faeultatis medice in pergamen,. item libellum ratio-
num faeultatis medice, item indicem leprosorum, item indicem visitandi pharma-
copoliorum.» Ann. univ. VII, 114. ^*
dec. 24. Rektor und senat werden in audienz bei dem kurf. benachrichtigt,
dass papst Iulius III. die erstrebte inkorporation verrotteter Pfälzischer klöster en
lieh durch die (blos vorgezeigte) bulle genehmigt habe, welche in einer umv.-
versammlung durch kurf. räthe verlesen werden solle, da original oder absebnit i »
zu überlassen nicht räthlich scheine. Ann. VII, 121. 973


