Winkelmann, Eduard [Editor]
Urkundenbuch der Universitaet Heidelberg (Band 2): Regesten — Heidelberg, 1886

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FRIEDEICH IV. FRIEDRICH V.

historischen berichte seiner erb- und landstadt Braunschweig» ersucht sie, nach kennt-
nissnahme desselben, ihre auf grund ausgesprengter unwahrer gedichte seiner rebel-
lischen unterthanen etwa vorgefasste meinung zu berichtigen und verspricht auch den
dritten theil sofort nach dem drucke zu schicken. Dat. uf unserm schloß Honstein
etc. Ann. XXV, 140. — Es wurde beschlossen zu danken und das buch der biblio-
thek zu geben. Den ersten theil [u. d. t.: «Außführlicher Warhaffter Historischer
Bericht, die Fürstliche Land- und Erbstadt Braunschweig Ü. s. iv. betreffend. Im
Iahr nach Christi Geburt 1607». fol.] hatte der fürst nach Ann. XXV, 46v schon
1607 aug. 31. geschenkt; den dritten schickte er 1610 märz 20. nach Ann. XXVII, 54.

1484

1609.
febr. 1. Syndikus loh. Trigel, vom Senate gemahnt, die in den akten der
univ. gelassenen lücken [s. o. zu 1601] zu vervollständigen, bittet ihm dazu seinen
söhn mag. loh. Iust. Trigel beizugeben. Ann. XXVI, 6. — Der senat bewilligt
dies, indem er die Verantwortlichkeit des vaters aufrechthält und das versäumte in
iahresfrist nachgeholt haben will. 1485

— Univ. bittet Iohann Friedrich, ^ herzog zu Wirtemberg, ihren ehemaligen
kollegen [s. o. zu 1583 april 17.] prof. Matthaeus Entzlin, den er gefangen halte,
nicht vor das peinliche gericht stellen zu lassen. Ann. XXVI, 8v. - i486

april 1. Wolfgang Konrad Ingram, univ.-pedell, bittet, ihn privatim zum ma-
gister zu kreiren, da es sitte sei, dass die pedelle der univ. diese würde hätten.
Ann. XXVI, 18v. — Senat beschloss, seine bitte zu erfüllen, wenn er u. a. sich
verpflichte anzuerkennen, dass er ausser der Ordnung auf Verwendung des Senates
wegen seiner und seines vaters Verdienste promovirt worden. 1487

mai 8. M. Iakob Christmann, professor der logik, erbietet sich bei dem kurf.
Vorlesungen über Arabische spräche halten zu wollen, falls derselbe eine professur
dafür einrichte, indem er eindringlich den nutzen dieses Studiums für die Wider-
legung und bekehrung der ungläubigen, für medicin und philosopbie, sowie den
umstand betont, dass in der kurf. bibliothek «viel herlicher und schöner geschribener
Arabischer bücher sampt etlichen getruckten vorhanden, die sonst nirgendt in Teutsch-
landt gefunden werden; welche alle zu dießer profession könten gebraucht werden».
Er weist auch darauf hin, dass an keiner Deutschen univ. ein derartiger lehrstuhl
vorhanden sei. Ann. XXVI, 51v; Acta fac. art. V, 2. — Univ. antwortet auf auf-
forderung des kurf. mai 21., dass es nicht nöthig sei, Arabisch publice zu lesen;
privatim könne Christmann immerhin den studiosen, die lust dazu haben, dasselbe
gegen honorar vortragen. 1488

iuni 6. Kurf. zeigt an, dass er an mag. Iakob Christmann, professor orgam
Aristotelici, die profession der Arabischen spräche verliehen und ihm die translation
und emendation der Arabischen bücher, welche auf der bibliothek hier vorhanden
sind, anbefohlen habe; er ersucht die univ., ihm eine geeignete stunde für seine
lektionen zu bewilligen. Ann. XXVI, 57v. 1*89

iuni 15. Kurf. verleiht dr. theol. David Paraeus wegen seiner «über die
30 iar der churf. Pfaltz in kirchen und schulen besten seines fleißes und Ver-
mögens getrewlich mit predigen, lehren, profitiren und schreiben» geleisteter dienste
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