Winkelmann, Eduard [Hrsg.]
Urkundenbuch der Universitaet Heidelberg (Band 2): Regesten — Heidelberg, 1886

Seite: 229
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1693—1696. 229

«die sich in anderwerte dienst ad interim begeben oder um mehrerer wolfeilung
oder ihrer andern particular convenientien und bequamlichkeiten halben sich ander-
werts aufhalten, mithin der beobachtung der univ.-geschäften nicht beiwohnen, in-
zwischen und so lang, bis sie sich dabei einfinden, zu cessiren, damit der fiscus acad.
nicht mit noch mehrerem Schuldenlast täglich beschwehret werde». Konzept: ibid.
f- 9- 1857

iuli 6. Kurf. geheime und regierungsräthe in Frankfurt zeigen an, dass der
kurf. die vorschlage der univ., auch in bezug auf die besoldung der abwesenden,
genehmigte. Orig.: ibid. f. 12; extr. f. 6v. — Als dann aber Leunenschloss um
erlaubniss bat, ohne abzug der besoldung weiter in Marburg bleiben zu dürfen,
wurde auch das bewilligt. Erwähnt in einer Vorstellung des Syndikus Cloeter: ibid.
f. 60v. 1858

1695.

ian. 5. Kurf. theilt aus Düsseldorf der univ. abschriftlich ein duellmandat
des herzogs zu Sachsen-Bisenach für Iena und seine antwort auf dessen ansinnen,
ebenso für die univ. Heidelberg zu verordnen, zur nachachtung mit. Orig. mit
Unterschrift und Siegel: cod. Heid. 385, 15 (kästen 35) D. Beigelegt: mandat des
herzogs Iohann Georg d. Eisenach 24. sept. 1694, — brief des herzogs an den
kurf. d. Eisenach 30. nov. 1694, — antwort des kurf. Düsseldorf . . ian. 1695.

1859

mai 30. Univ. [zu Frankfurt] bringt beim kurf. die noch ausstehende kon-
firmation ihrer Privilegien in erinnerung. Konzept: cod. Heid. 386, 5 (käst.
H2) B. 1860

1696.

•• «Kurfürstliche und universitätsbestell- und verwilliglingen dern ordent-und
extraordentl. professionen und lectionen, wie auch orationen, disputationen, und sambt
deren gewöhnlig und zufälligen besoldungen. 1696—1727.» Cod. Heid. 386, 9
(käst. 118) D. — Von Leunenschloss angelegte Sammlung mit reichem material für
die Personalien, einführung der Iesuiten, Zulassung von luden etc. 1861

febr. 8./18. Univ. [zu Frankfurt] zeigt dem kurf. an, dass unlängst prof.
theol. Fabritius gestorben sei [als rektor, febr. 1.] und dass sie nach kurf. Weisung,
auch unter den ietzigen Verhältnissen das interesse der univ. nach mögliehkeit wahr-
zunehmen, weil nun die anzahl der anwesenden professoren bis auf zwei [loh. Georg
Fleck, prof. instit., und loh. v. Leunenschloss, prof. math.] sich verringert habe,
den schon von Fabritius empfohlenen kurf. kirchenrath Karl Konrad Achenbach zur
erledigten professur praesentire. Cod. Heid. 386, 9 (käst. 118) D, in mehrfachen
konzipirungen) aus welchen sich ergiebt, dass die theol. fakultät mit F. erloschen
Wa*, die zwei übrigen professoren einer familie angehörten und auf die rückkehr
des zu Marburg angestellten Crollius nicht mehr gerechnet wurde. Der Syndikus
Geisweid verweigerte deshalb die ausfertigung. 1862

iuli 5. Univ. [zu Frankfurt] erklärt, dass die von der kurf. regierung zu
Frankfurt geforderte einsendung der Privilegien, um deren konfirmation sie gebeten,
oder auch deren umständliche beschreibung deshalb unmöglich sei, weil « das archivum
der univ. aus gefahr des krieges in Sicherheit anderwerts ist gebracht worden, der-
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