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XIV. JAHRGANG, Nr. 15/16


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darin überwiegend die Neuerwerbungen zur
Schau stellt. Eine große Anzahl kostbarer
Gegenstände aus den ersten beiden Jahrzehnten
des 18. Jahrhunderts, übersichtlich geordnet,
zeigt in den schweren, aber freibewegten For-
men, wie sie der Barock des 17. Jahrhunderts
liebte, den Geschmack der Zeit. Der Hang zum
Prunk und steifen Glanz und Reichtum findet
sich sowohl bei den Möbeln, wie auch Silber-
geräten, Wandteppichen, Uhren, Dosen und
vielem Kleingerät. In weiteren Räumen des
neuen Kunstgewerbemuseums sind Kunstgegen-
stände des dritten und vierten Jahrzehnts des
Jahrhunderts ausgestellt. Es ist die Zen

MUSEEN, BIBLIOTHEKEN, KÜNSTLER UND KUNSTHÄNDLER

Redaktion, Verlag und Lesesaal:
Berlin W 62, Kurfürstenstr. 76-77
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Bachs und Händels. Der
große Schwung des Ba-
rock klingt noch nach,
der steife Prunk eines
Ludwig XIV. ist- ver-
flogen. Bei aller symme-
trischer Ordnung sind
die Formen leichter, be-
schwingter und vitaler
geworden. Die besten
Möbel jener Zeit, die zu
den neuen Erwerbungen
zählen, sind bei allem
Reichtum der Einlege-
arbeit doch nicht über-
laden. Das Porzellan folgt
vielfach ostasiatischen
Vorbildern. Das beweist
deutlich eine ungewöhn-
lich kostbare Sammlung
frühen Porzellans aus
Meißen und Wien. In der
historischen Ordnung der
neuen Räume schließt sich
die Zeit Friedrichs des
Großen, die Zeit des Ro-
koko an. Kommoden,
I ische, Sessel mit Gobe-
linbezügen, vergoldetes
Bronzegerät sind erlesene
Stilbeispiele jener Zeit.
Das Beste aber ist die
Porzellan-Sammlung, die
ausgewählt schöne Ar-
beiten von Meißen, Wien,
Höchst, Frankenthal, Ber-
lin enthält und Nymphen-
burger Figuren von Bu-
stelli, die zum Besten
gehören, was Porzellan-
plastik überhaupt geschaf-
fen hat. Auch für die dem
Rokoko folgenden Jahr-
zehnte sind in übersicht-
lich geordneten Räumen
zahlreiche Beispiele aus-
gestellt. Es ist die Zeit
der klassizistischen For-
(Fortsetzung Seite 3)

Meisterwerke der Malerei
des 15. bis einschließlich
19. Jahrhunderts

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