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)m 25. Mai 1



D I E

'■ Juni 1 941

XV. JAHRGANG, Nr. 23/24

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LMONDErfaAKß

Telefon! 25 72 28



Meisterwerke der Malerei

des 15. bis einschließlich

März 1941

19. Jahrhunderts

Man abonniert beim Verlag, bei der Post oder bei den Buchhändlern.
Quartal für Deutschland inkl. Postzustellung RM 4.50; Lieferung
durch den Verlag im Umschlag RM 5.50; für das Ausland (nur im
Umschlag) RM 4.40; Frankreich ffrs. 88; Holland hfl. 3.35; Schweix
sfrs. 7.80: und die nicht angeführten Länder RM 4.40; Übersee $ 1.8®

ANERKANNTES ZENTRALORGAN FÜR SAMMLER, MUSEEN, BIBLIOTHEKEN, KÜNSTLER UND KUNSTHÄNDLER

Redaktion, Verlag und Lesesaal:
Berlin W 62, Kurfürstenstraße 98

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£rScheint jeden zweiten Sonntag im Weltkunst-Verlag, Berlin W62,
f L^ürstenstraße 76-77. Bankkonti: Deutsche Bank, Depositen-
Berlin W 62, Kurfürstenstraße 115. Postscheckkonti:
tr,ib 118054; Wien 114783: Prag 59283; Den Haag 1455 12;
Paris ,

Neue Adresse:
Galerie Haberstock stCMjy zu kaußn-
Berlin W 62, Kurfürstenstraße 59 • 5iVws.TJC2iHi?fi
zwischen Lützowplatz und Nollendorfplatz, an der Einemstraße





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„Unbekannte Albertina”: Venezianische Kunst

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'Berlin ZP 62, Kurfürstenstr. 104 Telefon 24 17 68
Unsere Geschäftsräume werden vom 23.6. bis 12.7.1941 geschlossen
da unsere Gefolgschaft in dieser Zeit beurlaubt ist.

die für gewöhnlich angesichts der prägenden
Hauptlinien der Entwickelung unberücksichtigt
bleiben.
Eine dankenswerte Umstellung der Albertina-
Leitung, auch diesmal
fruchtbringend und auf-
schlußreich, die anstatt
oft gezeigter Meister-
hläfter hr.'.i+prc zeit-
genössische Produktion,
ihre nüancenreichenRück-
griffe auf das 16. Jahr-
hundert und die Genera-
tionen des Manierismus
in den Vordergrund rückt.
So treten, das Gesamtbild
ergänzend und vervoll-
ständigend, eine Reihe
neuer Beziehungen schär-
fer hervor: die Ausgangs-
punkte des Antonio Ba-
lestra, dessen Zeichnung
„Die Anbetung der Hir-
ten“ ohne Correggio un-
denkbar ist, Andrea Ce-
lesti, der von den Kom-
positionsideen Tintorettos
und Veroneses entschei-
dend beeindruckt bleibt
und Mattia Bortolini, in
dessen Fresken sich die
Hinwendung zur alles
überschattenden Leistung
G. B. Tiepolos bereits
vollzogen hat.
Tiepolos grandiose Vi-
sionsräume, seine kom-
positionellen und motivi-
schen Ausgangspunkte
von Tintoretto und den
dekorativen Ideen Vero-
neses her, deren Aus-
weitung und Komplizie-
rung und schließlich die
Verselbständigung phan-

6ie infolge der Luftgefahr vorgenommene
?rgUng der bekannten Meisterwerke wird hier

ji-außerung sm hi äußeren Anlaß, ein Thema in der Vielfalt
• zuzuieiten. eracje Einzelzüge aufleuchten zu lassen,
Veräußerung I
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bisher den Kg. , . .ggk | | ■
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Eindruck schattende.» Lichtes und des Ver-
dämmerns im Konturlosen erreicht wird.
Die venezianische Settecento-Landschaft:


tasievoller Lichtführun-
gen, all dies wird in aus-
gezeichneten graphischen
Blättern seiner Söhne
Domenico und Lorenzo
vorgeführt, die den spezi-
fischen, große, malerisch
aufgelockerte Flächen zu-
sammenfassenden Stil des
Vaters in die Ausdrucks-
form der Radierung über-
setzt naoen.
Vier Zeichnungen des
Francesco Fontebasso —
vier Stadien seiner Ent-
wickelung, die mit dem
Hinweis auf seinen Lehrer
Sebastiano Ricci und die
Mitarbeit an Tiepolos
Fresken im Winterpalais
zu Petersburg nicht an-
nähernd auszuschöpfen
ist. Vier Stadien einer
allmählichen Unabhängig-
keit von der Deskreption
des Vorwurfs, der im
wachsenden Maße der
Substanz entkleidet,
die Richtung des Andeu-
tungshaften bis zur flüch-
tigsten Skizze vorgetrie-
ben erscheint. Ein für die
Zeit charakteristischer,
sozusagen überpersön-
licher Verlauf, für den die
drei Blätter Meneschardis
die virtuosesten Beispiele
geben.
Von den Blättern Di-
zianis interessieren vor
allem jene, bei denen die
Erinnerung an Greco sich
einstellt, die „Sarkophag
öffnenden Engel“ und die
„Auffindung eines Gerip-
pes in einem Sarkophag“ und schließlich die
„Anbetung der Hirten“ — erstaunlich, wie hier
durch den kurvierten Strich der Feder der

Piazzetta, Selbstbildnis — Ausstellung: Wien-Albertina

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