Zeitschrift für Ästhetik und allgemeine Kunstwissenschaft — 8.1913

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BEMERKUNGEN. g5

dieses Heftes die folgenden Herren beigetreten: Hermann Abert (Halle a. S.) —
Gustav von Allesch (Berlin) — Peter Behrens (Berlin) — Jonas Cohn (Freiburg i. Br.)

— Hans Cornelius (Frankfurt a. M.) — Richard Dehmel (Blankenese) — Max Dessoir
(Berlin) — Ernst Elster (Marburg i. H.) — Benno Erdmann (Berlin) — Curt Glaser
(Berlin) — Adolf Goldschmidt (Berlin) — Karl Groos (Tübingen) — Richard Hamann
(Posen) — Erich von Hornbostel (Berlin) — Moriz Hörnes (Wien) — Georg
Kerschensteiner (München) — Oswald Külpe (Bonn) — Karl Lamprecht (Leipzig)

— Konrad Lange (Tübingen) — Rudolf Lehmann (Posen) — Theodor Lipps (Mün-
chen) — Georg Loeschcke (Berlin) — Max Martersteig (Leipzig) — Ernst Meumann
(Hamburg) — Theodor A. Meyer (Ulm) — Alois Riehl (Berlin) — Hugo Riemann
(Leipzig) — August Schmarsow (Leipzig) — Erich Schmidt (Berlin) — Paul Schultze-
Naumburg (Saaleck) — Eduard Sievers (Leipzig) — Hugo Spitzer (Graz) — Karl
von den Steinen (Berlin) — Carl Stumpf (Berlin) — Johannes Volkelt (Leipzig) —
Karl Voll (München) — Richard Wallaschek (Wien) — Oskar F. Walzel (Dresden)

— Richard M. Werner (Wien) — Stephan Witasek (Graz) — Werner Wolffheim
(Berlin) — Oskar Wulff (Berlin) — Theodor Ziehen (Wiesbaden).

Diese Herren haben ein Rundschreiben erlassen, in dem zur Teilnahme an dem
Kongreß eingeladen wird, und zwar mit folgender Begründung:

»Der Kongreß scheint erwünscht, weil er eine Gemeinsamkeit wissenschaft-
licher Interessen zum sichtbaren Ausdruck bringen kann. Ästhetische und kunst-
wissenschaftliche Probleme werden zwar bei den Zusammenkünften der Philo-
sophen und Psychologen, der Literatur-, Kunst- und Musikforscher, der Ethnologen,
Soziologen und Pädagogen gern nebenbei erörtert, können aber bei solchen Ge-
legenheiten nie in ihrem inneren Zusammenhang sich darstellen. Um diesen Zu-
sammenhang deutlich hervorzuheben und zu fördern, sind die Ästhetiker, die von
Philosophie und Psychologie ausgehen, mit denjenigen Vertretern der konkreteren
Wissenschaften in Verbindung zu setzen, die im Kunstwerk als solchem den nächsten
Gegenstand ihrer Forschung erblicken; anderseits sind die Kunst-, Literatur- und
Musikhistoriker durch lebendige Berührung und Aussprache darin zu befestigen, daß
sie die wertvollen Ergebnisse der neuen philosophischen und psychologischen
Ästhetik sich zu eigen machen. Wenn die bisher gesondert Arbeitenden sich als
Glieder einer umfassenden geistigen Bewegung fühlen lernen, so kann das dem
Fortschritt unserer Wissenschaft erhebliche Dienste leisten. Daher soll das Organi-
sationsmittel eines Kongresses zu Hilfe genommen und ein persönlicher Gedanken-
austausch hergestellt werden.«

Über den Erfolg dieses Rundschreibens und über die Gestaltung des Kongresses
im einzelnen wird in den späteren Heften unserer Zeitschrift berichtet werden. Die
Vorbereitung liegt bei einem geschäftsführenden Ortsausschuß, der sich vorläufig
zusammensetzt aus den Herren v. Allesch, Dessoir, Glaser, Wolffheim, Wulff;
Anfragen und Mitteilungen können an Prof. Dessoir, Berlin W. Speyererstr. 9, ge-
richtet werden.
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