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Zeitschrift für christliche Kunst — 1.1888

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https://doi.org/10.11588/diglit.3545#0053

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1888. — ZEITSCHRIFT FÜR CHRISTLICHE KUNST _ Nr. 2.

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Das Stück bietet auch der Datirung
Schwierigkeiten; auf den ersten Anblick
würde man sägen: früh XVI. Jahrhundert,
indessen ist im Innern der Kugel eine
kleine Platte angebracht mit der Bezeich-
nung J K 1635. Wenn man die schlecht-
verstandene Gothik an der Kugel und den
Heiligenschein in seiner ovalen Gestalt mit

Jahre 1809 im Klostergarten von Offen-
burg in Baden gefunden worden sein.
Er zeigt auf der Rückseite an" der Kreu-
zungsstelle drei Löcher, welche wahr-
scheinlich zur Befestigung eines Bügels ge-
dient haben, welcher, wie an einer Löth-
stelle erkenntlich ist, hinten an der Ver-
bindung von Kreuzesstamm und Kugel

den eingezeichneten Radien in Betracht '
zieht, so könnte man, die Benützung älterer \
Modelle voraussetzend, die Entstehung des
Stückes bis in diese Zeit vorrücken. Viel-
leicht ist aber 1035 das Datum für die Um-
wandlung des Kruzifix in eine Kinderrassel?
Einem nicht näher zu prüfenden Fund-
berichte nach soll der Gegenstand im

festsafs. Die Photographie ist in der
Gröfse des Originals, das sich in der
Grofsherzogl. Alterthumshalle Karlsruhe
befindet und dem Unterzeichneten durch
den Vorstand dieser Sammlung, Herrn
Geheimen Hofrath Dr. Wagner, mitgetheilt
worden ist.
Karlsruhe. Dr. Marc Rosenberg.
 
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