Zeitschrift für Geschichte und Auslegung der alten Kunst — 1.1818

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Müder Altar mit drey Götterbildern. 237

sisckff der rechten Hand hielt, wovon nur ein klii-
,M Stückchen übrig geblieben ist, kann nichts ans
dkrö als eine Patera gewesen ssyn, die auf Denk-
mälern von so hohem Alter, als wohin dieses Wenigs
siens dem Gegenstand seiner Nachahmung nach hin-
gehört, nicht, häHg.an getroffen werden möchte. Ge»
rgds^zo mir- Hssia/und Pälerg sichtman die Zuno
auf Römischen Münzen von Familien und Kaisern.
Akerblad äußerte die Vermnthung, e§ sey die Fi-
gur, welche er für Juno hie!:, vielleicht Ale Ange-
betete, die Hauptperson, und einer zu der Zeit oder
dem Künstler besonders bekannten und verehrten Sta-
lue nachgcbildet. Allein diese drey Gottheiten schei-
nen ein Ganzes zu bilden, in dem keine Ueberord-
nung oder Unterordnung zulässig ist; und gewiß ist
die Gestaltung der Figur, die wir Here genannt ha-
ben, nicht von der Art, daß sie eine größere Erha-
benheit oder Heiligkeit ausdrückte, wie Zeus und
Athene. Bemerkenswerth würde in diesem alten
Styl die Zusammenstellung von dem Olympischen
Herrscherpaar mit der nach der Anklage der Here
verzogenen Tochter des Zeus ftyn, der hier gewis-
sermaßen vor allen Göttern der nächste Platz am
Götterthron ertheilt wäre 3). In der Römischen
Gruppe der drey Capitolsgötter nimmt Jupiter die
Mine ein, Minerva sitzt rechts und Juno links 4),

Mit

gefäß im Haufe Chigi auffallend. Guattan, Mon. ined.
1784. p.XXV.

3) Ilias XXIV, 100 von der ankommenden Thetis:

Jene nunmehr saß nieder bep Aeus, es wich ihr Athene.

7) Vgl. DötkigcxS Knnstmythsl. des Zeus und
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