Zeitschrift für Geschichte und Auslegung der alten Kunst — 1.1818

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Kelternde Satyrn.

-v&ud[) die untere Vorstellung der fünften Tafel ist
vor langer Seit bekannt gemacht worden J), vor zu
langer, als daß sich nur erwarten ließe, in den Ze ich-
nungen strenge Treue beobachtet, oder den Charak-
ter und Styl des Originals einigermaßen ausge-
drückt zu finden. Sie ist angebracht an einem run-
den Altar, der im Garten des Palasts Francavilla
in Neapel wenigstens noch im Jahr 1814 aufbe-
wahrt wurde2). Ueber den Werth der Bildhauerei)
daran kann kein Zeugniß gültiger feyn als das Ur-
theil Rauchs, welcher wir, als er die Zeichnung
eben gemacht hatte, schrieb, es sey dieß eine der
schönsten und zugleich der erhaltensten Sculpturen,
die erkenne; und ausführlicher mit folgenden Wor-
ten: "Die Arbeit ist unbezweifelbar Griechisch, die
Figuren sind gearbeitet wie man es nur an Stücken
sieht wie Laokoon und der Torso, in einer großen

Ma.

I) In Cayl. Recueil d’Antiqu. V, ZZ und in dem Vasen-
werk von d'Hancarville Th. 2 S.I54«

r) Wie man aus Millins Extrait de quelques lettres ad-
dreüfees ä l’Inltitiit sieht,

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