Zeitschrift für Geschichte und Auslegung der alten Kunst — 1.1818

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Ueber

den Homerischen Schild des Achilles

und

den Hesiodrschen des Herakles.

Di

^ie Gegenstände, womit durch die Goldschmiede-
Eunst des Gottes der Schild verziert war, welchen
Thetis ihrem Sohn reicht, treten in der Beschreibung
im achtzehnten Gesang der Ilias mit einer Klarheit
und Bestimmtheit hervor, welche nichts zu wünschen
übrig lassen. Nicht so deutlich ist es, in welcher
Ordnung sie nach dem Sinn des Dichters über die
Flache des Schildes ausgestreut waren. Von dem
Mittelpunkt geht er aus, wie alle späteren Sch lde-
rungen, die ihn nachahmen, und schließt mit dem das
Ganze umkreisenden Okeanos. Daß in dem Zwi-
schenraum keine Abthellung gewesen, sondern alle die
rnancherley Vorstellungen in einem Kreis neben einan-
der umhergelaufen seyen, hätte man niemals sich ein-
bilden sollen. Die einzelnen Vorstellungen selbst ver-
lieren wenn sie nicht in einem füglichen Zusammen-
hang sich unter einander abschließen. Dieß wird in-
dessen für diejenigen kein Grund seyn, die sich noch
Nn 3 nicht
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