Zimmermann, Karin [Hrsg.]
Die Codices Palatini germanici in der Universitätsbibliothek Heidelberg (Cod. Pal. germ. 1 - 181) — Wiesbaden, 2003

Seite: 160
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COD. PAL. GERM. 54

sint die fersollen [vier Säulen] die an ene dret iuncker Hans (s. Wegener, S.4). Überschriften, Kapitelzählungen
und Seitenüberschriften (Zählung der Bücher: Z.[iber] I-IIII) in Rot. Rote Lombarden über eine bis vier Zei-
len, teilweise mit Fleuronnee-Ornamentik (unter anderem 90ra/b). Satzmajuskeln. Paragraphzeichen. Übliche
Rubrizierung. Pergamenteinband des 17. Jhs. (römisch), am Rücken Signatur: 53. (17. Jh.). Jungbluth (s. Lit.)
liest noch den Rückentitel: De decem Prece/ptis seu virtutilbus/53. Weiß-blaues Kapital. Rundes Signaturschild,
modern: Pal. Germ. 53.

Herkunft: 139r Schreibereintrag (s.d.). lr Eintrag des 16. Jhs.: Von Gotes gebotten.

Schreibsprache: westmitteldeutsch mit hessischen und mittelfränkischen Formen.

Literatur: Bartsch, Nr. 32; Wilken, S. 327f.; Wegener, S.3f.; Lassberg, S. XLV Nr. 59; Rockinger, S.45f.
Nr. 159; Homeyer 2, S. 120 Nr. 522 [316]; Kat. HSA-BBAW (Günther Jungbluth, April 1938, 6 Bll.); Oppitz 2,
S. 558 Nr. 692 (mit weiterer Literatur).

lra-139rb SCHWABENSPIEGEL, LANDRECHT (Normalform, 4 Bücher). [Register:] Daz er-
ste Capitel des ersten bouches ist uon gotes böte daz her recht minnet ... 4ra Uan gotes Worten lii.
[1. Buch:] 5ra >I ist: van gotes böte daz her recht minnet.<. HErre got himelesche uater durch dine
goute ghescouphes du den menschen mit driualdic werdicheit... [4. Buch:] 86v >/. capitel des vier-
den bouches ist: Wer an deme richter oder an dem uroneboten ureuelt.<. Unde ist daz man vreuelt
an dem richter oder an dem vroneboten so ist man ir einem zwier buze schudich [!] ... 139ra Hir
sint div wort uz, div habe wir dar umme 139r in diz bouch gescriben daz man wizze daz recht ghe-
richte des ersten von des almechtighen gotes munde ist geboden vnde gesprochen, vnde daz man
dissem bouche deste baz gheloube. >Explicit uere precium uult scriptor habere*. Der da hat ghescri-
ben mich, Der ist gheheizen Thiterich. Got gebe im lucke, sehe, heil, vroude, wune ein michel teil,
Uf erden hir, im himelriche Dort, immer ewichliche Amen. [Nach dem Text Miniatur (s.o.) in
Deckfarbenmalerei]. Text (Reihenfolge und Abgrenzung der Artikel [Kapitel] in der Hs. stark ab-
weichend): Lassberg, S. 5-168; Eckhardt/Eckhardt, S. 153-328. In Cod. Pal. germ. 53 ist das
Landrecht des Schwabenspiegels in vier Bücher unterschiedlicher Artikelzahl aufgeteilt (1. Buch:
48 Artikel [der 48. Artikel wurde vom Schreiber fälschlicherweise dem Anfang des zweiten Bu-
ches zugeschlagen; vgl. die Korrektur im Register]; 2. Buch: 27; 3. Buch: 21; 4. Buch: 52). Zur Zu-
ordnung in Klasse III, Ordnung III b s. Homeyer 1, S.*23f. Zum Text vgl. Peter Johanek, in: VL2
8 (1992), Sp. 896-907. Zum Schreiberspruch s. Colophons 5, Nr. 17664. - l*r-3*T, 4rb-4vb,
140*r-142*vleer.

KZ

COD. PAL. GERM. 54
,Schwarzwälder Predigten'

Pergament • 2 (Pap.) +185 + 2 (Pap.) Bll. • 25 x 18,9 • Südwestdeutschland • 14. Jh.1

Lagen: I2* + 22 IV176 + (V-l)'85 + I187'. Regelmäßige Reklamanten. Foliierung des 17. Jhs.: 1-185. Bll. l*-2*,
186""-187* mit moderner Zählung. Wz.: Ochsenkopf mit zweikonturiger Stange mit Kreuz mit Schlange (altes
Vorsatz), Piccard 2, Typ XVI/283 (Frankfun/M. 1541). Schriftraum: 19,5 x 13,2; zwei Spalten, 37 Zeilen. Zei-
lengerüst vorgezeichnet. Gotische Buchschrift von zwei Händen: I. lra-120vb, 177ra-185vb (braune Tinte); II.
121"-176" (schwarze Tinte); Schreiberwechsel mit Lagenwechsel. Überschriften (Bezeichnungen der Sonntage)
in Rot; ab 52va nur noch Vorschriften des Rubrikators. Lateinische Textteile anfangs (lra-20rb) durch einen we-

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