Arnold, Friedrich  
Die Physiologische Anstalt der Universität Heidelberg von 1853 bis 1858 — Heidelberg, 1858

Seite: 109
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Stunden, im Mittel in 5,4 Stunden und nahm in dieser Zeit in seinem
Gewicht nach dem Mittel der 6 Beobachtungen um 40,5% zu. Die
Quellung war in der i. Stunde am bedeutendsten und wurde mit
jeder folgenden Stunde geringer, d. Ii. die Zunahme erreichte rasch
einen gewissen Höhepunkt und sank dann auf 0 herab, womit das
Quellungsmaximum erreicht war. Nach dem Mittel von 5 Versuchen
nahm der im lebenden Thiere nicht imbibirte Wadenmuskel in der
1. Stunde um 25%, in der 2. um 10%, in der 3. um 5%, in der
4. um 0,5%, und in der 5. um 0%, zu. Die Quellung des Wadcn-
muskels schreitet mithin weder im lebenden Thiere noch nach der
Trennung vom Körper proportional vorwärts.

Der im lebenden Thiere gequollene Muskel nahm nach der
Trennung vom Körper im Mittel noch um 20% in einer bis sechs
Stunden zu. Der im lebenden Thiere und nach der Trennung vom
Körper gequollene Muskel nahm im Ganzen etwas mehr Was-
ser auf, als der erst nach dem Tode der Imbibition ausgesetzte
Muskel. Er erreichte häufig schon in der 1. Stundenach der Tren-
nung sein Quellungsmaximum und nahm dann wieder ab oder aber
es war seine Zunahme in der 1. Stunde eine beträchtliche und wurde
mit jeder folgenden Stunde geringer.

Der Wadenmuskel der Frosches beginnt in der 2. bis 10. St.
nach der Trennung vom Körper und nach dem Anfang der Ouel-
lung in seinem Gewichte wieder abzunehmen. Nach dem Mittel
von 10 Beobachtungen tritt die Abnahme an dem erst nach der
Tödtung der Imbibition ausgesetzten Muskel etwas später ein, als
an dem schon im lebenden Thiere gequollenen Muskel, dort in der
6., hier in der 4. Stunde nach der Trennung vom Körper. Die
Abnahme im Gewicht ist in den ersten Stunden gering, dann stär-
ker und dann wieder gering. Sie währte bis zur 10. und 16. St.
nach dem Beginn der Quellung, wo dann ein kurzer Stillstand ein-
trat, nach dem wieder eine weitere Abnahme erfolgte. Sie betrug
in 12 Stunden für den im lebenden Thiere und nach der Trennung
vom Körper imbibirten Muskel 2%, für den erst nach der Tödtung
der Ouellung ausgesetzten Muskel 1,5%.
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