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Wo nuhn der eltist regent solche probstei neben der oeconomi und Ver-
waltung des gantzen haus ausrichten und versehen wurde1), wie wir dann solchs
hiemit also statuiren und ordenen, soll demselbigen alles, wie obgemelt, befohlen
und vertrauet, auch umb seiner muhe willen aus der universitet neuem üsco und,
damit die kostgenger sich ubermessiger beschwehrung nicht zu beclagen, ierlichs
auff zohen gülden zu belohnung gereicht werden, doch auff ein versuch, und wo
khunftig sich die sachen verendern, alsdann auch in andere wege ihme eine be-
soldung ohne beschwehrung des fisci universitatis zu schöpfen und zu erlangen.
Solte sich aber zutragen, das ein frembder, welcher kein regent were, zu
solcher probstei zu verwalten angenomen und bestellet werden muß, soll dem-
selben alsdann alle obgemelte probsteien administration und versehungc unver-
rechnet und uff sein gefahr heimgestellet werden, doch das zu nutzs und erhaltung
des kuchengeschirrs, brottducher, und waß dergleichen were, iede wochen ein
albus, wie obsteet, von iedem disch abgezogen und in den nscum des contubernii
uberantwort, dergleichen auch die famuli sampt dem koch oder der köchin zum
nachtische zugelassen, er selber aber der probst alle ding, die kuchen und probstei
belangend, wie obgeschriben, speiß, getranckhs und ander Ordnung halb gentz-
lich unverendert zu lassen und zu halten verpflicht und verpunden werde.
(§ 147.) Von dein koch und probst famellen2).
Es soll auch ein ieder probst, er sei regent oder anders, den koch oder
köchin anzunemen haben, denselben oder dieselbe aus gemeinem dischgelt besolden,
auch neben dem ieder zeit sich befleissen, (f. 241) das solliche koch oder köchin
ihres wesens fromme, sauber und zu solchem ampt tuglich und gesehickht und,
so es ein köchin were, auch eines zimlichen und unverdechtlichen alters scic,
und so sich zutrüge, das solcher koch oder köchin mit einichem einwohner der
burßen zu unfriden oder Uneinigkeit erwüchse, das alsdann solcher span und
zwitracht für dem obern regenten ausgetragen und auch das gesinde und andere
sich desselben austrags haben begnügen zu lassen.
Gleichennassen soll auch des probsts famel oder pincern von dem probst
angenomen und bestellet werden, welcher dem koch mit holtz und wassertragen
handreichung thun und zur zeit des essens die dische deckhen, brott und wein
ufftragen, auch sonst, so iemand extra ordinem wein und brott begert, uff und
nach befelch des obersten regenten und vermöge der Statuten, sonst aber und
ausserhalb solchs befelchs weiters nicht reichen soll.
(§ 148.) Von den andern faniulis der burßen8).
Die andern famel aber, so man communes oder contubernii nennet, welche
von alters hero die communitet des winters zu wermen, beides des sommers und
winters sauber und rein zu halten, auch des feiertags zur morgenpredig und
die wochen über zu den leetion der regenten zu leuten verpunden gewesen und
hinfurter pleiben sollen, dieselben soll der eltister regent und oeconomus iederzeit
anzunemen und widerumb, nachdem sich deren ein ieder halt, zu beurlauben haben.
Welche allesampt dem obgenanten probst, famel oder pincernen ihre habitation,
1) Der Entwurf fuhr ursprünglich fort ((■ f. 248): welches wir dann am liebsten sehen und
haben mochten, solt demselbigen solches zugestellet, beuolhen und, wie bifiher angezaigt, vertrauwet
und zur belonung der disch frei und nachgelassen werden.
2) C f. 248^.
3) C f. 249.
Wo nuhn der eltist regent solche probstei neben der oeconomi und Ver-
waltung des gantzen haus ausrichten und versehen wurde1), wie wir dann solchs
hiemit also statuiren und ordenen, soll demselbigen alles, wie obgemelt, befohlen
und vertrauet, auch umb seiner muhe willen aus der universitet neuem üsco und,
damit die kostgenger sich ubermessiger beschwehrung nicht zu beclagen, ierlichs
auff zohen gülden zu belohnung gereicht werden, doch auff ein versuch, und wo
khunftig sich die sachen verendern, alsdann auch in andere wege ihme eine be-
soldung ohne beschwehrung des fisci universitatis zu schöpfen und zu erlangen.
Solte sich aber zutragen, das ein frembder, welcher kein regent were, zu
solcher probstei zu verwalten angenomen und bestellet werden muß, soll dem-
selben alsdann alle obgemelte probsteien administration und versehungc unver-
rechnet und uff sein gefahr heimgestellet werden, doch das zu nutzs und erhaltung
des kuchengeschirrs, brottducher, und waß dergleichen were, iede wochen ein
albus, wie obsteet, von iedem disch abgezogen und in den nscum des contubernii
uberantwort, dergleichen auch die famuli sampt dem koch oder der köchin zum
nachtische zugelassen, er selber aber der probst alle ding, die kuchen und probstei
belangend, wie obgeschriben, speiß, getranckhs und ander Ordnung halb gentz-
lich unverendert zu lassen und zu halten verpflicht und verpunden werde.
(§ 147.) Von dein koch und probst famellen2).
Es soll auch ein ieder probst, er sei regent oder anders, den koch oder
köchin anzunemen haben, denselben oder dieselbe aus gemeinem dischgelt besolden,
auch neben dem ieder zeit sich befleissen, (f. 241) das solliche koch oder köchin
ihres wesens fromme, sauber und zu solchem ampt tuglich und gesehickht und,
so es ein köchin were, auch eines zimlichen und unverdechtlichen alters scic,
und so sich zutrüge, das solcher koch oder köchin mit einichem einwohner der
burßen zu unfriden oder Uneinigkeit erwüchse, das alsdann solcher span und
zwitracht für dem obern regenten ausgetragen und auch das gesinde und andere
sich desselben austrags haben begnügen zu lassen.
Gleichennassen soll auch des probsts famel oder pincern von dem probst
angenomen und bestellet werden, welcher dem koch mit holtz und wassertragen
handreichung thun und zur zeit des essens die dische deckhen, brott und wein
ufftragen, auch sonst, so iemand extra ordinem wein und brott begert, uff und
nach befelch des obersten regenten und vermöge der Statuten, sonst aber und
ausserhalb solchs befelchs weiters nicht reichen soll.
(§ 148.) Von den andern faniulis der burßen8).
Die andern famel aber, so man communes oder contubernii nennet, welche
von alters hero die communitet des winters zu wermen, beides des sommers und
winters sauber und rein zu halten, auch des feiertags zur morgenpredig und
die wochen über zu den leetion der regenten zu leuten verpunden gewesen und
hinfurter pleiben sollen, dieselben soll der eltister regent und oeconomus iederzeit
anzunemen und widerumb, nachdem sich deren ein ieder halt, zu beurlauben haben.
Welche allesampt dem obgenanten probst, famel oder pincernen ihre habitation,
1) Der Entwurf fuhr ursprünglich fort ((■ f. 248): welches wir dann am liebsten sehen und
haben mochten, solt demselbigen solches zugestellet, beuolhen und, wie bifiher angezaigt, vertrauwet
und zur belonung der disch frei und nachgelassen werden.
2) C f. 248^.
3) C f. 249.