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volhen werden, der universitet vonwegen ires der ortts habenden turneß trew
und holdt sein, iren geburenden theilturneß ohne abgang iederzeit zu lifern, wie
gleichtäte inen in ire dienstbestallung deßwegen ein besonderer punct gesetzt
werden soll.
Und nachdem es mit der zollfreyung (f. 81 a) dermaßen geschaffen, das ein
ieder, er sei gleich weß standts er wolle, darumb anzusuchen schuldig, so lassen
wir es dabei, iedoch soll die universitet und die iren uf beschehen ansuchen bei
unser cantzlei damit nit ungehalten und die zollfreyung desihenigen, so ein ieder
zu seiner haußhaltung vonnötten, gratis mitgetheilt, alß auch gleichfals mit dem
abzug, wie bißhero, also hinfurtter nicht beschwerdt werden.
Was die Schätzung berürt, lassen wir die universitet und dero verwandten
bei irem privilegio ungehindert bleiben; was aber die reichsanlagen belangt, die-
weil uns dieselben nit geburen, will uns bedenckhlich fallen, auß den gemeinen
des reichs bewilligungen und abschiden zu schreiten, wie solchs inen vor der zeit
der leng nach mündlich anzeigt worden.
Gleichfals soll irer der professorn mit einfurierung der frembden geßt, do
es änderst die höchste notturft (f. 811>) nicht erfordert, sovil muglich hinfurtter
verschont werden, und damit auf solchen fall kheiner zuvil beschwerdt, soll der
rector macht haben, iemandts von der universitet wegen unserer furderung zu
solcher einlosierung znzeordnen.
Den weinschanckh betreffendt, obwol das angezogen Privilegium denselben
allein uf die collegia restringirt und derwegen auf die professores nicht zu
extendiren, iedoch so haben wir gnediglich bewilligt, das einem ieden professorn zu
seiner gelegenheit zwei fuder weins ierlichs zwischen ostern und pfingsten mit der
großen maß ohne einich ungelt außzuschenckhcn zuegelassen und erlaubt sein soll.
Nachdem auch furgeloffen, wie lang dieihenigen, so bißweilen irer gelegen-
heit nach von hinnen ziehen und hernacher widerkommen, der universitet Privi-
legien zu genießen und pro membris universitatis ohn ferrer ansuechen (f. 82a)
zu halten, wollen wir, das denihenigen, so studiorum causa allein, damit sie die-
selben in Gallia. Italia oder auf andern universiteten fortsetzen möchten, von
hinnen reisen, gemeiner universitet privilegia auf fünf iar lang; aber denen, so
sich anderwerts in dienst einlassen, lenger nit, dann iar und tag zu prorogiren,
dergestalt, do ein Studiosus für außgang 5 iaren, oder einer, der sich gesetzter
maß zu dienst begeben, innerhalb iar und tags frißt sich wider allhero zu der
universitet begebe, das sie ohn weitter ansuchen sich der universitet Privile-
gien weniger nicht zu gebrauchen macht haben sollen, alß wenn sie allwegen hie
verbleiben. Da aber einer nach außgang in beiden feilen bestimbter zeit wieder
alhero kheme, soll derselbig schuldig sein, umb fernere intitulation anzuhalten,
auch auf solchen fall (f. 82b) bei der universitet stehn, denselben wider anzu-
nemen oder nicht.
Letzlich und nachdem vor alters die universitet neben den pfaltzgrafen,
churfursten etc., alß den authorn und patronen, vermog pabstlicher privilegien noch
ettliche conservatores in und ausser der pfaltz gehabt, welche inen zu desto
besserm schütz und handthab irer privilegien berathen und verholten gewesen
und sich oftberürte unsere universitet dahin erclert, das sie hinfurtter uns und
unsere erben alß dero patron, conservator und fundator einich erkhennen wolten
und derwegen gebetten, inen in allen und ieden iren Sachen und anligen mit rath,
hilf und thatt befurdersamb und rathlich zu sein, ire privilegia zu schützen,
schirmen und zu bestedtigen. Wiewol nun wir solches für unsere persohn selbst
hievor geneigt, wie auch inen zu (f. 83a) eintrettung unserer churfürstlichen
volhen werden, der universitet vonwegen ires der ortts habenden turneß trew
und holdt sein, iren geburenden theilturneß ohne abgang iederzeit zu lifern, wie
gleichtäte inen in ire dienstbestallung deßwegen ein besonderer punct gesetzt
werden soll.
Und nachdem es mit der zollfreyung (f. 81 a) dermaßen geschaffen, das ein
ieder, er sei gleich weß standts er wolle, darumb anzusuchen schuldig, so lassen
wir es dabei, iedoch soll die universitet und die iren uf beschehen ansuchen bei
unser cantzlei damit nit ungehalten und die zollfreyung desihenigen, so ein ieder
zu seiner haußhaltung vonnötten, gratis mitgetheilt, alß auch gleichfals mit dem
abzug, wie bißhero, also hinfurtter nicht beschwerdt werden.
Was die Schätzung berürt, lassen wir die universitet und dero verwandten
bei irem privilegio ungehindert bleiben; was aber die reichsanlagen belangt, die-
weil uns dieselben nit geburen, will uns bedenckhlich fallen, auß den gemeinen
des reichs bewilligungen und abschiden zu schreiten, wie solchs inen vor der zeit
der leng nach mündlich anzeigt worden.
Gleichfals soll irer der professorn mit einfurierung der frembden geßt, do
es änderst die höchste notturft (f. 811>) nicht erfordert, sovil muglich hinfurtter
verschont werden, und damit auf solchen fall kheiner zuvil beschwerdt, soll der
rector macht haben, iemandts von der universitet wegen unserer furderung zu
solcher einlosierung znzeordnen.
Den weinschanckh betreffendt, obwol das angezogen Privilegium denselben
allein uf die collegia restringirt und derwegen auf die professores nicht zu
extendiren, iedoch so haben wir gnediglich bewilligt, das einem ieden professorn zu
seiner gelegenheit zwei fuder weins ierlichs zwischen ostern und pfingsten mit der
großen maß ohne einich ungelt außzuschenckhcn zuegelassen und erlaubt sein soll.
Nachdem auch furgeloffen, wie lang dieihenigen, so bißweilen irer gelegen-
heit nach von hinnen ziehen und hernacher widerkommen, der universitet Privi-
legien zu genießen und pro membris universitatis ohn ferrer ansuechen (f. 82a)
zu halten, wollen wir, das denihenigen, so studiorum causa allein, damit sie die-
selben in Gallia. Italia oder auf andern universiteten fortsetzen möchten, von
hinnen reisen, gemeiner universitet privilegia auf fünf iar lang; aber denen, so
sich anderwerts in dienst einlassen, lenger nit, dann iar und tag zu prorogiren,
dergestalt, do ein Studiosus für außgang 5 iaren, oder einer, der sich gesetzter
maß zu dienst begeben, innerhalb iar und tags frißt sich wider allhero zu der
universitet begebe, das sie ohn weitter ansuchen sich der universitet Privile-
gien weniger nicht zu gebrauchen macht haben sollen, alß wenn sie allwegen hie
verbleiben. Da aber einer nach außgang in beiden feilen bestimbter zeit wieder
alhero kheme, soll derselbig schuldig sein, umb fernere intitulation anzuhalten,
auch auf solchen fall (f. 82b) bei der universitet stehn, denselben wider anzu-
nemen oder nicht.
Letzlich und nachdem vor alters die universitet neben den pfaltzgrafen,
churfursten etc., alß den authorn und patronen, vermog pabstlicher privilegien noch
ettliche conservatores in und ausser der pfaltz gehabt, welche inen zu desto
besserm schütz und handthab irer privilegien berathen und verholten gewesen
und sich oftberürte unsere universitet dahin erclert, das sie hinfurtter uns und
unsere erben alß dero patron, conservator und fundator einich erkhennen wolten
und derwegen gebetten, inen in allen und ieden iren Sachen und anligen mit rath,
hilf und thatt befurdersamb und rathlich zu sein, ire privilegia zu schützen,
schirmen und zu bestedtigen. Wiewol nun wir solches für unsere persohn selbst
hievor geneigt, wie auch inen zu (f. 83a) eintrettung unserer churfürstlichen