Ackermann, Jacob Fidelis ; Wenzel, Joseph [Übers.]
Über die körperliche Verschiedenheit des Mannes vom Weibe, außer den Geschlechtstheilen — Koblenz, 1788

Seite: 147
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ich durch hinreichende Beobachtungen bestetti-
g/t gefunden. Denn äusser allem Zweifel ist
es, daß obgleich wir nicht wissen wie die Zier-
ven zum Leben, oder zur Stärke der Muskeln
etwas beitragen, daß sic doch, sage ich, zur Voll-
ziehung ihrer Verrichtungen oder zu ihrer Kraft,
Starke oder mit einem Worte zur Crhalrung
ihres Lebens unentbehrlich sind. Nun isis aber
auch bekannt , und bewiesen, daß der ganze
Muskel desto gröscr in seinem Umfange, und
die Zahl der Muskelsiebcrn desto ansehnlicher
vermehrt werde, je stärker und anhaltender er
ausgewürkt wird, je mehr Verrichtungen mit
ihm vorgenommen werden; folglich müssen auch
die Nervenzweigen in dem nemlichcn Verhalt-
nißc an der Zahl zunchmen; indem sie nun dem
vergrößerten Muskel auch mehr Leben-, mehr
Reizbarkeit geben müssen, oder weil sie den
neu hinziigctrcttenen Muskeln, so fern auch
nette Zweige die ihrer Starke angemessen sind,
geben müssen. Die Hirnmassc wird also not-
wendig desto kleiner werden oder seyn, ,e grö-
ßer die Nerven sind.

Und ka nicht alle Eigenschaften, oder besser
zu red.en, ein jedes Talent in einem Menschen,
wie
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