Ackermann, Jacob Fidelis ; Wenzel, Joseph [Transl.]
Über die körperliche Verschiedenheit des Mannes vom Weibe, außer den Geschlechtstheilen — Koblenz, 1788

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lien gefangen. Damit ich mich hier kurz fasse,
so darf man sich nur erinnern an das gross Nerr
vcngeflecht im Becken, das beim Weibe fast
um die Hälfte größer als beim Manne ist, an die
viel größer» ischiadischen Nerven, und die un-
gleich stärker» Zweige, die von dem kloxu me-
stenrei icc» l'uperiori und Vvtt dem klexu meloco-
lico zu den Geburtstheilen gelangen.
Daher kennen wir uns dann leicht erklären,
daß alle Krankheiten, alle widernatürliche Ver-
änderungen, die an diesen Theilen unmittelbar
Vorgehen, viel größer, heftiger und gefährlicher
als beiden Männern sein müssen; die Zufälle,
welche die Lustseuche hervorbringt, sollen alle,
nach grosse Männer Beobachtungen heftiger
und hartnäckiger sein, als bei den Männern.
Diese krankhafte Veränderungen, welche
die leidende Gebärmutter alle Tdcile des weib-
lichen Körpers viel heftiger fühlen läßt, kann
man Nachsehen in Petersen, Michels und
Anemeatö Streitschriften, welche 8cni.L-
eri. in seiner 8)stIoZc Opul'calorum äc mckg-
dili §)'inpsrliia abgcdruckt hat; und es ist
auch meine Absicht nicht hievon weitläufiger u
sprechen; da diesss bekannt genug ist, und ich
* z auch
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