Allgemeine theologische Bibliothek — 7.1777 [VD18 90309928]

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222 BoLensicms Erläuterung
„therund Carlftadt entstandene Sacramentstreit
„war, nicht seltenVorurrheil, Zank, Haß, Krieg
„und Blutvergießen. Es ist eine Schande, daß
„man es sagen muß, wie erst besagte sonst große Man-
„ner, die in Ansehung der Kchre des Sacramenks
„so ungleiche Meynungen hegten, einander bey
„ einem Glas Bier hierüber den Krieg anqekün-
diget, der so weit um sich gegriffen, daß er bey
„nahe die halbe Welt in Unruhe gesehet hat.
„Nicht nur dieGouesgelehrken, sondern auchKö-
„nige, Fürsten,und ganzeVölker sind darinn ver-
„wickelt worden. Noch bis auf den heutigen Tag
„weiß man nicht recht, woran man ist, ob beede
„ Partheyen in Krieg oder Friede leben? Da und
„ dorten stehet noch immer ein Klopffechter auf und
„bravirt auf das neue."
Noch eins, aus der Erzählung selbst: „ Da
„sich gleich und gleich gern gesellen, so war es kein
„Wunder, daß Carlsiadt gegen Lurhern, der
„anfieng sich rühmlich hervor zu thun, sehrfrcnnö-
„schaftlich gesinnetwar, und ihn mit seinem Rath,
„ und auch mit seiner Feder unterstützte. Erstlich
„emvsieng Lucher aus der Hand des Carlstadts
„den theologischen Doctorhuch. Dieses Band der
„Freundschaft wurde enger, da beede in einem
--Amte, in gleicher Würde, und beynahe in einem
rr Alter,
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