Allgemeines kritisches Archiv — 3.1777

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lyrische Lärme, welche durchaus herrscht, und
vielleicht das beste Vehckulum ist, wodurch
manche rrefiich gesagte Wahrheit richtig an Orr
und Stelle anlangt. Sprache und Gleichnisse
sind an den meisten Orten ganz poetisch, und
nur hie und da hat sich auch schielender Witz
Mit eingeschlimen/ wie S. 90, die Gebahrmut-
ter gehet nn Krebsgang und S. log. wenn
ich gestolpert bin, so nennen sie mick Hr. Bru-
der Scolpertns — Nachlässigkeiten, welche
dem Scharssinn des Hrn-Vers, bey einer zwey-
ten Revisioir gewiß nicht entgehen werden.
Das ganze Werkchen ist in zwey Abschnitte
gekheilt. Im er-sten werden die Schwierigkei-
ten, welche ein junger Arzt theils äusser sich,
theils in seinem eignen Busen bey der Ausübung
seiner Kunst gewöhnlich sinder, erzählt. Zu
jenen gehören die ^Verschiedenheit der Tempe-
ramente der Kranken, womit aber der Hr. V.
nicht den gewöhnlichen Sinn verbindet, sondern
bald moralische Ursachen der Krankheiten, bald
geheimgehaltene oder eingebildete Uebel darun-
ter versteht, daher Kammerjungfern, An-
dächtlers- männliche und weibliche Staats-
Temperamente, u. s. w-, ferner die zweydeuti-
gen Zeichen der Krankheiten, die schlechte Le-
bensordnung der Kranken, die medicinischen
Frau Baasen, deren einige er sogar im Gewand
der Seelsorger auftreten laßt, die Berakh-
schlagungen mit bejahrten Mitkollegen, wohin
wie
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