Allgemeines kritisches Archiv — 3.1777

Seite: 192
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machen will, wenn er den Mord des RemnS
und Lalius billigt, wenn er 11 B. S. 92
sagt: daß alle diejenigen, die sich vom kleinen
Anfang zu hohen Stuffen aufschwingen rvol*
len, sich des Betruges bedient, ja dieser Be-
trug sey desto weniger zu tadeln, je verdeckter
er gespielt werde: daß man sich beständig nach
den Zeiten andern und richten müße, wenn
man glücklich seyn will, II1B. S. 8Z, wenn
die Theorie der Verschwörung im z B. eini-
gen gefährlich scheinen mögte; so finden wir
doch auch von der andern Seite so viele Welt-
kenntnis, so viel feine Staatsklugheit, so viel
richtige Beurtheilungskraft, so viel Einsicht in
die Geschichte des Menschen und der Staaten,
daß wir ihn nicht ohne Vergnügen lesen, und
wir finden allenthalben Satze, die Machiavell
vor Montesquieu gesagt hat, und die man doch
nur an diesem und nicht an jenem bewundert.
Man liest hier keinen eigentlichen Commemar
über den Livius, aber eine Sammlung von Er,
fahrungen und Bemerkungen, worin er beson-
ders das anzeichnet, was aus der altern und
neuern Geschichte zum Verstände des Livius
nützlich seyn kann. Im ersten Buch redet er
besonders von Einrichtung der Römer in Ab-
sicht des Innern ihres Staats, und in den
folgenden von dem, was das Römische Volk
zu seiner äußern Vergrösserung vorgenommen
hat- Jedes Buch besteht aus einer Menge
Abschnitte, jedem ist größkentheils eine allge-
meine
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