Deutsches Archäologisches Institut / Abteilung Athen [Editor]
Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Athenische Abteilung — 43.1918

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Bernhard Schweitzer

givischen
Kratare


Streifen als Überrest der einstigen horizontalen Dreiteilung und des
streifenmäßigen Charakters dieses Flächenabschnittes B.
Die Weiterentwicklung steht auf dem Festland unter dem Zeichen
der wachsenden Ausbreitung des Figurenfeldes. Das kann nichts so gut
zeigen als die zweite reichere Gattung argivischer Kratere, die W. Müller
und Oelmann unterscheiden (Tiryns 1 147 ff.). Das Kraterfragment

Tiryns 1 Tat. XX, 3 (Abb. 26), das genug gibt, um das Schema der Flächen-
teilung erkennen zu lassen, verbindet festländische mit den in Argos
jederzeit sehr stark vertretenen kykladischen Formen. Zwischen einem
Rahmen, der aus den senkrechten Triglyphen des Westens und den
zweigeschossigen Ecktürmen der Inselstile zusammengesetzt ist, liegt das
aus zwei oder drei horizontalen Streifen bestehende Mittelfeld: über zwei
antithetischen Pferden ein einfacher schraffierter Mäander. Diese An-
ordnung der Felder entspricht genau derjenigen der oben angeführten
Beispiele des attischen und boeotischen Stiles. Auch die Ornamentik

0 Z.B. Arch. Anz. 1895, 33: boeotischeRteeblattkanne, Halsfeld; Arch. Jahrb.
XIV 1899, 213 Abb. 92 = Cohignon-Couve Tat. XII 218: Verdoppelung des Sche-
mas; Murray, Excavations 103 Fig. 150: Dipylonscherbe; Arch. Anz. 1914,408
Nr. 2: attische Pyxis; Behn,Vorhe)ienistische Altertümer Tat. XI: Hydria, Hals-
feld; BCH. XXXV 1911,367 Fig. 25: Basisfragment einer großen Vase aus Delos.

Abb. 26. Fragment aus Tiryns.
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