Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 17.1894

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Lehnsessel eine langbekleidete Frau(?) naeli rechts. Im Grunde links
eine Büste.

Von der Inschrift ist verständlich in Z. 6 [q]ui vix[U], in Z. 10
\Üitulu[m\

12. Dorf Pelisat, Kreis und Bezirk Pleven, in der Kirche des
Erzengels Michael, jetzt im Magazin der Dorfkanzlei. Altar, oben 0*403,
in der Mitte 032 breit. Der die Inschrift tragende Würfel ist 0*344 hoch,
0 32 breit.

I O M

CETRISoVFDISDf
ABV SOEGIRI
D A V E N S m M
ö ORAV GGGAW
SER>SC-STATDIM-
C RAVIVAETVDIN
I.IBE-RATVS ^

Lorl) o(ptimo) miaximo) cettris[q]ue dis deabusq(u)e Giri[d]aven-
s ibus) Memor (trium) Aug(ustorum) n(ostrorum) ser(vus contrd)sc(riptor)
stat{ionis) Dim(ensis) [g]ravi va[l\etudin(e) Uberatus.

Dimum ist ans den Itinerarien (Antonin. p. 221; tab. Peuting.),
der Notitia dignitatum (Or. XL 12) und Prokop de aedif. [V 1J be-
kannt. Die »Stelle wird durch die Ortschaft Beleni bezeichnet, wo die
unter n. 21 stellende Inschrift eines Vilicus des Conducti>r des portorium
Illyrici gefunden ist. Die statio, zu welcher der Memor unserer Inschrift
sich zugehörig nennt, war zweifellos für diesen Zoll bestimmt. Dass
aber die Inschrift an der Stelle von Giridava gefunden ist und den
Gottheiten von Giridava gilt, ist vielleicht so zu erklären, dass Memor
bisher der dortigen Station zugewiesen war und die Krankheit ihn ge-
hindert hatte, seine neue Stellung anzutreten.

13. Zwei Stücke anscheinend desselben Altars; vom römischen
Lager bei Radincvec, Kreis und Bezirk Pleven, jetzt in diesem Dorf
bei einem Bauern. Buchstaben etwa 0*05 hoch.

[I(ovi) o(ptimo)] miaximo)
[pro sal]ute im[p(eratorum)
Sevjcri et [AnMonini . . .
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