Architektonische Rundschau: Skizzenblätter aus allen Gebieten der Baukunst — 3.1887

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Grundriss zum Wohnhaus in der
Potsdamerstrasse zu Berlin;
erbaut von Höniger und Reyscher,
Architekten daselbst.

Dieses Gebäude wurde für Restaura-
tions- und Volksbelustigungszwecke erbaut.
Es enthält im Keller eine Konzerthalle
für 1300 Personen; im Erdgeschoss elegante
Restaurationsräume; im Hauptgeschoss
einen grossen Saal für Diners, Bälle etc.
mit den nötigen Nebengelassen.
Das Material der Fassade ist Portland-
stein und Terracotta.
Tafel 52. Konkurrenz-Projekt zu
einem Denkmal auf dem Schlachtfeld von
Grauholz bei Bern, von Lambert und
Stahl, Architekten in Stuttgart.
Zur Erinnerung an die französische
Invasion von 1798 soll ein Denkmal er-
richtet werden, wofür die Pläne mittels
Konkurrenz unter schweizerischen Archi-
tekten beschafft wurden. Unter 29 ein-
gelieferten Arbeiten wurde vorliegender
Entwurf mit dem ersten Preise ausgezeichnet.
Die Baukosten werden 18000 Franken
betragen.
Die das Denkmal umschliessende Bank
trägt die Inschrift:
UNUM OPTIMUM AUGURIUM PRO
PATRIA PROPUGNARE.
Tafel 53. Wohnhaus in der Pots-
damerstrasse zu Berlin; erbaut von Hö-
niger und Reyscher, Architekten da-
selbst.
Das sehr tiefe, auf beiden Seiten ein-
gebaute Grundstück ist mit der einen, etwa
14 m breiten Schmalseite nach der Strasse,
mit der andern nach nachbarlichen Gärten
zu gelegen.
Das Erdgeschoss, das erste und zweite
Stockwerk enthalten je eine grosse Woh-
nung, deren Wohnräume das Vorderhaus
einnehmen, während der langgestreckte
Seitenflügel an dem schmalen Hofe den
Küchen mit Zubehör eingeräumt ist, und
im Hinterhaus die Schlafzimmer und je
ein Gartensalon ihren Platz gefunden
haben.
Das Kellergeschoss dient Wirtschafts-
zwecken ; ausserdem hat hier zwischen
Haupteingang und Durchfahrt der Haus-
wart seine Wohnung.
Die Strassenfront des Gebäudes ist in
Warthauer Sandstein ausgeführt.
Die Baukosten belaufen sich bei reicher
Ausstattung der Innenräume auf rund
360000 Mark.
Tafel 54. Pavillon im Stadtgarten
zu Stuttgart; nach Entwürfen des Archi-
tekten H. Th. Schmidt in Frankfurt am
Main erbaut von Joos & Cie. in Stutt-
gart.

Dieser Pavillon wurde von der Stutt-
garter Bau-Firma Joos & Cie. als Aus-
stellungsobjekt zum Zwecke der Geschäfts-
empfehlung für die im Jahre 1881 in
Stuttgart abgehaltene Württembergische
Landes-Gewerbe-Ausstellung erbaut. Der-
selbe enthielt damals im untern Stock ein
Verkaufslokal für Zeitungen und Kunst-
gegenstände und im obern Stock die Aus-
stellung von Zeichnungen und Modellen
der Firma. Nach der Ausstellung verblieb
derselbe als Gartenpavillon im Stuttgarter
Stadtpark.
Tafel 55. Projekt zu einer Villa in
Gries bei Bozen von Architekt L. Theyer,
k. k. Direktor in Bozen.
Tafel 56. Einfamilienhaus in Brüssel;
erbaut von Architekt J. Brunfaut daselbst.


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Grundriss des Erdgeschosses.
Einfamilienhaus in Brüssel;
erbaut von Architekt J. Brunfaut daselbst.
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