Architektonische Rundschau: Skizzenblätter aus allen Gebieten der Baukunst — 9.1893

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Entwurf zu einem Aussichtsturm auf
dem Eschenberg bei Winterthur von
Architekt Theodor Bach in Wien.
Querschnitt.

Tafel 93. Wohnhäuser
Gartenstrasse 66 und 68 in
Düsseldorf; erbaut von Tüs-
haus & v. Abbema, Archi-
tekten daselbst.
Tafel 94. Entwurf zu
einem Aussichtsturm auf dem
Eschenberg bei Winterthur von
Architekt Theodor B a c h in
Wien.
Im Programm wurde ein
auf bewaldeter Anhöhe stehen-
der Turm verlangt, der vom
Publikum zu jeder Zeit und
ohne alle Umstände bestiegen
werden kann.
Der Besucher des Aus-
sichtsturmes gelangt durch eine
Vorhalle, die eventuell auch
entfallen könnte, ohne der
Wirkung erheblich Abbruch zu
thun, in das Innere des Stiegen-
hauses. Dieses stellt sich dar
als eine gut beleuchtete zwei-
armige Treppe mit 1,25 m Stu-
fenbreite, wobei die Podeste
auch ein bequemes Ausweichen
der Besucher ermöglichen.
Über 196 Stufen gelangt
man auf die 30 m über dem

Niveau liegende Plattform, welche durch ein Dach geschützt ist
und Raum für 22 Personen bietet. Von hier führt eine Wendel-
treppe zu einer kleinen, um 14,80 m höher gelegenen Plattform,
welche durch ihre beträchtliche Höhe über dem Gipfel des

Berges einen weitreichenden Überblick über die Umgebung
gewährt.
Der Bau ist durchweg in Bruchsteinmauerwerk hergestellt
gedacht; die Spindelmauer des unteren Stiegenhauses ist voll
durchgeführt bis unter Dach, wo sie als Schutzmittel gegen Zug-
luft und Winde dienen soll.

Grundrisse der Wohnhäuser Gartenstrasse 66 und 68 in Düsseldorf;
erbaut von Tüshaus & v. Abbema, Architekten daselbst.


Tafel 95 u. 96. Villa Vorster.bei Köln; erbaut von Re-
gierungsbaumeister Otto March in Charlottenburg.
Der Besitzer des Landhauses, das mit einigen Abänderungen
der vorliegenden Abbildungen in der Ausführung begriffen ist,
hat längere Zeit in England gelebt und für die dort geübte Bau-
weise eine Vorliebe gewonnen, welche auf die Gestaltung des
Innern und Aussern von Einfluss war.
Die Ausführung der Ansichten erfolgt in roter, weiss ge-
fugter Verblendung mit Architekturteilen von Sandstein, die Ein-
deckung der Dächer in roten Rathenower Dachpfannen. Die
Verzierung der Giebelflächen wird freihändig in Stuck angetragen.
Alles sichtbare Holzwerk erhält einen weissen Anstrich.

Grundrisse der Villa Vorster bei Köln; erbaut von



Für die Redaktion verantwortlich Baurat Carl Weigle in Stuttgart.
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