Instytut Historii Sztuki <Posen> [Editor]
Artium Quaestiones — 14.2003

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ISABELLA WOLDT


1. Paolo de Matteis, Herkules am Scheideweg, 1712, Oxford, Ashmolean Museum
schlecht zuganglichen Manuskripte und Dokumente zu den Second
Characters, vor allem zu der Abhandlung Plasticks, or the original, pro-
gress, & power of designatory art und zum Emblem of cebes. Man mufi
aber auch die Korrespondenz von Shaftesbury, vor allem mit den Kiinst-
lern, beachten15. Erst hier, in den Second Characters, wird Shaftesburys
15 Vgl. zu diesem Thema A. A. Cooper, Third Earl of Shaftesbury, Standard
Edition. W. Benda, W. Lottes, F. A. Uehlein, E. Wolff (Hrsg.), Bd. 1,5, Stuttgart 2001
(SE 1,5). Der Band enthalt nahezu alle wichtigsten Schriften und Aufzeichnungen von
Shaftesbury zur Kunst, begleitet von den Anmerkungen und Einleitungen der Herausge-
ber zu dereń Provenienz. Wahrend seines Aufenthaltes in Neapel 1711-1713 arbeitete
Shaftesbury intensiv an den Titelblattern fur die Abhandlungen der Characteristicks und
befahte sich ausfiihrlich mit den bildenden Kunsten. Er verfaBte zwei Schriften zur
Kunsttheorie und Kunstpraxis. Die eine, A notion ofthe „Historical Draught or Tablature”
of the judgment of „Hercules”, bildete eine theoretische Anleitung zur Produktion eines Hi-
storiengemaldes, dem Herkules am Scheideweg, das er in zwei Fassungen in Zusammenar-
beit mit dem Maler Paolo de Matteis konzipierte und fertigstellte (1712). Das Traktat
wurde erstmals im November 1712 in Amsterdam in franzosischer Sprache unter dem
Titel Le Judgment dHercule im „Journal des Savans” (Tome LII.) veroffentlicht, dann auf
Englisch nach Shaftesburys eigener Ubersetzung im dritten Band der Characteristicks
1714. Die zweite Schrift, A letter concernitig the art, or science of design, in der Shaftesbury
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