Bédacier, Catherine
Wahrhaffte Liebes- Und Helden-Geschichte Heinrichs, Hertzogen der Vandalen — Ulm, 1722 [VD18 13950371]

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sichtigkeit und Sicherheit / Ihr Glück in Stand
zu setzen- gebraucht zu haben / und welche wurcklich
Sich ftlbsten zu schmeichlen bcginte- daßSie nicht
gehasset würde? Sie ließ einen erbärmlichen
Schrey hören ; Sie gäbe dem Printzen einen-
mit Thränen vermischten Verweiß; Er hielte
aber eine weitere Verstellung vor nicht mehr dien-
lich ; Das Eiß war gebrochen / und die Sache
auf gutem Wege. Zwey oder drey elende Leuthe/
welche dieses Hauß bewohneten / durch das Ge-
schrey der 5elime herbey gelocket / und von Ih-
rem eigenen gethanen Verspruch angefrischet/
vergesellschaffteten sich vergebens mit denen zwey
übrigen Männern / den Lari zu entwaffnen; an-
gesehen dieser gleich einem jungen Löwen-selbige
auf allen Seiten anfiel - und mit einem eintzigen
Hieb seines Degens diesen schwachen äecours
auß dem Streit jagte: Seine um und um leuch-
tende Tapfferkeit- welche durch seine Geschwind-
und Geschicklichkeit unterstützet war - führte sei-
nen Arm allezeit gewiß; Ergab dem dritten Be-
schützer der ?eiime auch einen tödtlichen Stich/
und wolte würcklich auf den vierten / welchen
Er nicht mehrers würde geschonet haben- un-
erachtet aller der Gegenwehr / welche Sie - biß
auf Seine Ermordung ftlbsten/ zu thun befahl/
wofern Sie sich nickt/ gantz äusser sich ftlbsten-
und mit fliegenden Haaren - zwischen selbe beyde
hinein gestellt und den Printzen also angeredt
hätte: Durchstosse-Grausamer-durchstosse das
Hertz - welches Dich anbetet / oder lasse ab-Dei-
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