Universitätsbibliothek Heidelberg, Cod. Pal. germ. 389
Thomasin von Zerklaere
Welscher Gast (A) — Bayern (Regensburg?), um 1256

Page: 2r
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Werk/Gegenstand/Objekt

Titel

Titel/Objekt
(1) Mittlerfigur zwischen Bosheit und frommen Mann; (2) Dedikationsbild: Übergabe des Werks "Der welsche Gast"; (Prolog)
Weitere Titel/Paralleltitel
Titelzusatz
Der welsche Gast
Sachbegriff/Objekttyp
Buchmalerei

Inschrift/Wasserzeichen

Aufbewahrung/Standort

Aufbewahrungsort/Standort (GND)
Universitätsbibliothek Heidelberg
Inv. Nr./Signatur
Cod. Pal. germ. 389, Bl. 002r

Objektbeschreibung

Objektbeschreibung
(1) Figuren-Reihe: Die "bosheit", eine bucklige Frau, scheint auf Zehenspitzen zu gehen, hat ihre rechte Hand linkisch abgedreht und hält in ihrer linken, geröteten Hand ein Spruchband ("vliuh allerslaht ungemach"). Sie blickt auf den "bosvaht", den Bösewicht, der ihr zwar den Rücken kehrt aber über seine rechte Schulter zu ihr schaut ("ich tuon szwaz ir gebitet"). In der Mitte steht ein junger Mann als Mittlerfigur (nach Vetter 1974 der Dichter), der mit entgegengesetzten Gesten zum einen rückwärtsgewandt auf die Bosheit deutet und zum anderen vorwärts gerichtet auf den "frum mam", der mit einem Srpuchband in den Händen ("du bist unter minen vuoz") auf der am Boden liegenden "bosheit" steht. (2) Am unteren Bildrand ist ein Bote "der bot" von seinem Pferd gestiegen und übergibt das Werk, "der welsche gast", "der teuscheu zunge". Diese sitzt in Gestalt einer Frau innerhalb einer von zwei Türmen flankierten und von einem Bogen überspannten Nische auf einer Thronbank und begrüßt ihn mit den Worten ("seit mir chan si daz").
Kommentar
Lokalisierung nach Regensburg ungesichert. Text der Beischriften und Spruchbänder wiedergegeben von Vetter: Die Handschrift und ihre Bilder, in: Der Welsche Gast des Thomasîn von Zerclaere, Wiesbaden 1974 (Faksimilia Heidelbergensia 4).

Maß-/Formatangaben

Format/Maße/Umfang/Dauer
18,1 x 11,5 cm,

Auflage/Druckzustand

Werktitel/Werkverzeichnis

Herstellung/Entstehung

Künstler/Urheber/Hersteller (GND)
Thomasin <Circlaere>
Entstehungsdatum
um 1256
Entstehungsdatum (normiert)
1251 - 1261
Entstehungsort (GND)
Bayern
Material/Technik
Pergament, kolorierte Federzeichnung

Auftrag

Publikation

Fund/Ausgrabung

Provenienz

Provenienz
Kontext
Bibliotheca Palatina

Restaurierung

Sammlung Eingang

Ausstellung

Bearbeitung/Umgestaltung

Thema/Bildinhalt

Thema/Bildinhalt (GND)
Spruchband
Personifikation
Buchmalerei
Randillustration

Literaturangabe

Rechte am Objekt

Aufnahmen/Reproduktionen

Künstler/Urheber (GND)
Universitätsbibliothek Heidelberg
Reproduktionstyp
Digitales Bild
Rechtsstatus
Public Domain Mark 1.0
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