Compte rendu de la Commission Impériale Archéologique: pour l'année ..: Pour l'année 1874 — 1877

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„capripedesul oder von einem alyoïzoor^ 2a.Tupoç° sprechen, nur genau desselben
Rechts bedient, indem sie den Namen der Satyrn in der allgemeinen Bedeutung
mythischer Bakchos-Diener anwendeten, aber dabei vorzugsweise Pane im Sinne
hatten3?

So gewiss es also ist, dass anch Lukian in der Stelle des Bis accusatus nur
von eben dieser allgemein verbreiteten Gewohnheit Gebrauch gemacht hat, eben so
gewiss ist es, dass er in den in Rede stehenden Stellen des Bacchus und des Con-
cilium deorum den Namen der Satyrn nicht in irgend einer ûbertragenen oder
erweiterten, sondera in seiner ganz eigentlichen, streng abgegrânzten mythologi-
schen Bedeutung gebraucht hat. Dies versteht sich schon darum ganz von selbst,
weil es sich da nicht etwa, wie dort, nur um einen einzelnen, sehr Mannigfaltiges
kurz zusammenfassenden Ausdruck handelt, sondera um eine ausfûhrliche Aufzâhlung
der wichtigsten Mitglieder des bakchischen Thiasos, so wie um eine eingehende Be-
schreibung und Unterscheidung derselben sowohl in Bezug auf ihre Stellung und
Thatigkeit in diesem Kreise, als auch auf ihre âussere Erscheinung. Dazu kommt
die bereits nachgewiesene TJebereinstimmung der ersteren Stelle mit der Erzâhlung
des Kallixenos in einer ganz besonderen Einzelheit; der Umstand, dass die Satyrn
in der zweiten Stelle auch als çc&ootpoi bezeichnet werden, da wir dièse Eigenschaft
zwar den Satyrn tausend Mal beigelegt finden, niemals aber, so weit wir sehen kon-
nen, den Panen4; die Ausschliessung Pan's' an beiden Stellen von den Satyrn; end-

1 Lucret. : De rer. nat. IV, 584.
Haecloca capripedes Satyros Nymphasque tenere
Finitimi fingunt.

Hor.: Od. II, 19, 3.

Nymphasque discentes et aures
Capripedum Satyrorum acutas.

2 Anth. Pal. To. II. p. 629: N° 15, 1.

~où xaAà dupacov
TirjYfjiaTa xai xwfjiot, aîyoTrocv;; SaTupî;
wo jedoch Jacobs axtpTOTcoârj liest.

3 Anders vcrhâlt es sich mit dem, was wir bei
Herâklit: De incred. 25. und bei dem Scliol. ad

Plat.: Sympos. 215 B. lesen. Denn die Worte
des Ersteren sind zur Unterscheidung der Pane
und Satyrn schon darum vollig unbrauchbar, weil
wir ibnen zwar die Ueberschrift : ixzpi Uàvwv xai
Xatûpwv vorgesetzt, aber gar nicht angegeben
finden, was sich von dem Gesagten auf die Erste-
ren und was auf die Letzteren beziehen soll, und
eben so deutlich ist es, dass die Angabe des
Scholiasten, wie tausend andere Angaben anderer
Scholiasten, einfach auf Unwissenheit beruht.

4 Natûrlich kônnte ein solches, durch zahl-
lose Beispiele bewiesenes Gesetz durch ein paar
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