Compte rendu de la Commission Impériale Archéologique: pour l'année ..: Pour l'année 1877 — 1880

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xJkaZoq xoxTafiiKr, mehr oder weniger nahe steht und doch mit keinem diesar Na-
men bezeichnet werden kann.

Dass der auf Tafel II N° 9 abgebildete golden e Lôwenkopf1 zu einem ûbrigena
im Laufe der Zeit zerstôrten Trinkhorn gehôrt bat, wurde selion oben bemerkt und
wird durcb die beiden mit demselben zusammen gefundenen silbernen Ringe ausser
Zweifel gesetzt, da dièse ganz dieselbe Form und Grosse haben, wie die goldenen,
welche wir an den beiden goldenen Rhyta (Tafel I N° 6 und 7) angebracht sehen.
Hochst wahrscheinlich bestanden die tibrigen Theile des in Eede stehenden Trink-
horns aus einer diinnen Silber-Platte und eben deshalb sind sie gânzlich zerstort.
Eben so bestand auch das in dem zweiten Kurgan gefundene und in demselben Sinn
mit einem goldenen Lôwenkopf verzierte Trinkhorn2 grosstentheils aus Silber und
ist aus demselben Grand auch eben so grosstentheils zerstort.

Die hochste Bewunderung erweckt die meisterhafte Ausfûhrung des in demsel-
ben Grabe gefundenen goldenen Armbands (Tafel II N° 10)3, dessen Gewicht 17
Solotnik und 75 Doli betrâgt. Es hat die Form eines Kettengeflechts, welches die
Juweliere gegenwârtig als runden „Fuchsschwang" oder „Zopf'1 bezeichnen. Beiden
Enden sind die Formen eines Schlangen-Haises und -Kopfs gegeben und mittelst
eines Doppel-Hakens konnen die letzteren mit einander verbunden und wieder gelôst
werden.

Ganz besonders ist die Leichtigkeit und Regelmâssigkeit zu bewundern, mit
welcher sich aile einzelnen Glieder in einander greifend bewegen lassen. Meines
Wissens giebt es noch kein zweites Armband von entsprechender Form und Meister-
schaft der Ausfûhrung. Nicht weniger aber ist es auch deshalb beachtenswerth, weil
es augenscheinlich nicht einer Frau. sondera einem Manne zum Schmuck gedient
hat. Denn ausser demselben ist in diesem Grabe Nichts gefunden worden. was als
ein Hinweis darauf, dass dasselbe auch einer Frau zur Ruhestatte gedient habe, gel-
ten konnte, und selbst wenn man sich zu der schon an sich unwahrscheinlichen
Annahme entschliessen wollte, dass, da das Grab nicht in unbertihrtem Zustande

î Siehe oben p. 12 N° 8. 1876. Pl. 4, 8.

2 Compte-rendu de la comm. arch. pour l'ann. 3 Siehe oben p. 11 N° 3.
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