Compte rendu de la Commission Impériale Archéologique: pour l'année ..: Pour les années 1878 et 1879 — 1881

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Jen gefundene Gemme \ die eine Amolli von Thierkôpfen1 darsteltt, ist ebenfaite
„babylonischen Ursprungs oder gehort vûlmehr derjenigen Période an, die wir ate die
„babglonische bezeichnen Jcônnen", so ahnte er ohne Zweifel gar nicht, welchen Ein-
blick in seine Bekanntschaft mit den ersten die Kunst und Kunst - Geschichte
betreffenden Elementar-Begriffen jedes dieser Worte erôffnet. Denn dass eine solche
Kunst-Kenntniss nicht geniigen kann, um zu einem Urtheil in der Mykenaeischen
Frage zu bereehtigen, und dass bei dieser Frage selbst die genaueste Kenntniss
der Keil-Inschriften vôllig nutzlos ist, da in Mykenae gar keine Keil-Inschrift gefun-
den ist, braucht doch Niemandem erst gesagt zu werden.

viele Jahrhunderte eine Nachbildung jflnger sei,
als das zu Grunde lieg'ende Original.

1 Der Verfasser meint den bei Schliemann:
Mykenae p. 409. abgebildeten Goldring.

2 Der Verfasser verschweigt also, dass sich
neben den undeutlichen, diesem Goldring einge-
schnittenen Zeichen auch drei vollkommen deut-
liche Bukranien beflnden, und begreift nicht,
dass demnacli die Versetzung dièses Rings in die

archaisch-babylonische Zeit so lange einfach un-
moglich bleiben wird, als nicht in vollgûltiger
Weise bewiesen sein wird, dass die mittel-asiati-
sche Kunst das Motiv des Bukranion's nicht erst
in den spâtesten Zeiten neben zahllosen anderen
Elementen von der griechisch-rômischen Kunst
entlehnt hat, sondern dass es ihr bereits in den
âltesteu Zeiten gelàufîg gewesen sei. Siehe oben
p. 118.

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